Die Landeshauptstadt Stuttgart, Mitgliedskommune der AGFK‑BW, hat ihren aktuellen Fuß‑ und Radverkehrsbericht vorgestellt. Die Analyse zeigt deutliche Fortschritte beim Ausbau des Radverkehrs, aber auch komplexe Herausforderungen. Die Stadt erhöht ihre Investitionen, erweitert die Infrastruktur und baut planerische Kapazitäten aus, um den Radverkehr als zentralen Baustein der Mobilitätswende zu stärken.
Die Förderung des Radverkehrs ist seit Jahren ein wichtiger Teil der Stuttgarter Verkehrsplanung. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil langfristig von derzeit acht Prozent (2017) auf bis zu 25 Prozent zu steigern und damit einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt zu leisten.
Im Doppelhaushalt 2024/2025 hat Stuttgart 87 Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören neue Fahrradstraßen, Radfahrstreifen und Verbesserungen an bestehenden Routen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Hauptradroutennetz und der Anpassung von Knotenpunkten. Zwischen Oktober 2023 und Ende 2025 wächst das nutzbare Radwegenetz auf rund 366 Kilometer.
Stuttgart hat einen neuen Fahrradbotschafter
Seit Kurzem stärkt Jonas Marwein als neuer Fahrradbotschafter den Austausch zwischen Verwaltung, Politik, Initiativen und Öffentlichkeit: „Als Fahrradbotschafter möchte ich dazu beitragen, dass Radfahren in Stuttgart für alle Altersgruppen sicher ist und Spaß macht. Respekt und ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer sind mir dabei besonders wichtig.“
Die Stadt arbeitet zudem an der Fortschreibung des Radverkehrskonzepts aus dem Jahr 2009. Neben der Bestandsanalyse werden Themen wie Netzplanung, Fahrradparken, Verkehrssicherheit und Öffentlichkeitsarbeit neu bewertet. Ein Leitfaden für die Planung von Radverkehrsinfrastruktur soll bis Ende 2026 Qualitätsstandards und Musterlösungen festlegen.
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