Die Mobilitätswende entscheidet sich nicht in Konzeptpapieren, sondern im Alltag der Menschen vor Ort. In seiner Keynote beim Jahresempfang des wegebund Sachsen machte Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW, deutlich, dass Fuß- und Radverkehr längst keine Randthemen der Verkehrsplanung mehr sind. Sie sind zentrale Bausteine für Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, Klimaschutz und lebenswerte Städte und Gemeinden.
Dabei richtete Riemer den Blick über die reine Infrastruktur hinaus. Entscheidend sei, wie Mobilität das Leben vor Ort insgesamt prägt – und wie Kommunen Rahmenbedingungen schaffen können, die Zufußgehen und Radfahren sicher, komfortabel und selbstverständlich machen.
Viele Lösungen seien bereits bekannt. Sichere Schulwege, attraktive und durchgängige Netze, und verlässliche Standards müssten nicht neu erfunden werden. Die zentrale Frage sei vielmehr, wie konsequent sie umgesetzt werden. Dafür brauche es Menschen in Politik und Verwaltung, die Verantwortung übernehmen, Veränderungen anstoßen und auch bei Widerständen handlungsfähig bleiben.
Zugleich warb Riemer dafür, stärker voneinander zu lernen und die Mobilitätswende als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. Der Austausch zwischen kommunalen Netzwerken, Ländern und Regionen könne dazu beitragen, Erfahrungen schneller zu verbreiten, gute Lösungen zu übertragen und den Fuß- und Radverkehr gemeinsam voranzubringen.
Die AGFK-BW dankt dem wegebund Sachsen für die Einladung und den Teilnehmenden für den offenen Austausch. Der Jahresempfang hat gezeigt: Wenn Kommunen, Netzwerke und engagierte Akteure gemeinsam handeln, entstehen mehr Sicherheit, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit vor Ort.






