Mehr Sicherheit vor Schulen: Freiburg und Kirchheim unter Teck erproben Schulstraßen

Für mehr Sicherheit auf dem Schulweg haben die beiden AGFK-Kommunen testweise sogenannte Schulstraßen und Schulzonen eingerichtet.

Schulstraßen schaffen dort Platz, wo Kinder besonders geschützt werden müssen: direkt vor der Schule. Zu Schulbeginn und Schulende werden einzelne Straßenabschnitte zeitweise für den Autoverkehr gesperrt. So entsteht vor den Schulen ein sicherer Raum für Kinder, die zu Fuß, mit dem Rad, Roller oder Bus zur Schule kommen. Indem der Hol-, Bring- und Durchfahrtsverkehr verlagert bzw. verhindert wird, können unübersichtliche Verkehrssituationen vermieden werden. 

In Freiburg ist dazu ein einjähriges Pilotprojekt an der Markgrafenschule in Tiengen gestartet. Seit dem 23. März 2026 ist die Maierbuckstraße montags bis freitags von 7.30 bis 8.30 Uhr sowie von 12.45 bis 14.15 Uhr für Autos gesperrt. Ausgenommen sind Radfahrende und Anwohnende. Eltern, die ihre Kinder weiterhin mit dem Auto bringen, können eine bestehende Hol- und Bringzone in der Maierbuckallee nutzen. Die Stadt ist Mitglied in der AGFK-BW und begleitet das Projekt mit Information, Beteiligung und Auswertung. 

Einen Einblick in die Schulstraße in Freiburg-Tiengen gibt ein Beitrag des SWR.

900 Schüler:innen profitieren von Schulzone in Kirchheim unter Teck

Auch Kirchheim unter Teck geht als AGFK-Kommune neue Wege im Hinblick auf Schulwegsicherheit: Am Freihof-Schulkomplex wurde eine Schulzone eingerichtet – die landesweit erste, seit das Landesverkehrsministerium mit einem Erlass die rechtssichere Umsetzung vereinfacht hat. Seit dem 07. Mai 2026 gilt ein Einfahrverbot für Kraftfahrzeuge rund um den Freihof-Schulkomplex, in dem eine Grund-, eine Real- und eine Musikschule ansässig sind. Das macht den Schulweg für die rund 900 Schülerinnen und Schüler deutlich sicherer. Ausgenommen vom Einfahrverbot sind Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende, der Lieferverkehr sowie einzelne Anliegerfahrten mit Einfahrausweisen. Die Maßnahme ist zunächst als einjähriger Verkehrsversuch angelegt und soll zeigen, wie sich Schulzonen dauerhaft umsetzen lassen.

Das Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule unterstützt Schulen und Kommunen bei der Umsetzung von Schulstraßen und Schulzonen mit Beratung, Leitfäden und Materialien.