Qualitätsoffensive LandRad: Wie ländliche Kommunen und Landkreise jetzt den Radverkehr vorantreiben können

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) startet das Projekt LandRad und ruft Landkreise sowie Städte und Gemeinden im ländlichen Raum zur Bewerbung als Modellkommunen auf.

Stuttgart, 4. Februar 2026 – Wie kann der Radverkehr in ländlichen Räumen gestärkt werden? Dieser Frage geht die AGFK-BW in ihrem neuen Modellprojekt LandRad nach. Ziel des Projekts ist es, strukturelle Hemmnisse in der Radverkehrsförderung in ländlichen Regionen zu identifizieren und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Dazu zählen beispielsweise Lückenschlüsse in den Radverkehrsnetzen, wechselnde Zuständigkeiten sowie verschiedene Nutzungs- und Interessenskonflikte.
Das Projekt wird zusammen mit 25 Modellkommunen umgesetzt. Bewerbungen nimmt die AGFK-BW noch bis 31. März entgegen. Bewerben können sich alle Mitglieder der AGFK sowie kreisangehörige Kommunen bis 20.000 Einwohner eines Mitgliedslandkreises. Bewerbungen aus ländlichen Kreisen werden bevorzugt.

Das Modellprojekt LandRad hat ein Volumen von ca. 800.000 EUR und wird durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert. Das Projekt läuft knapp drei Jahre und startet am 1. April 2026. Es soll eine nachhaltige Verbesserung der Radverkehrsförderung in ländlichen Gebieten ermöglichen, indem es kommunale Akteure gezielt unterstützt und die spezifischen Hemmnisse abbaut.

Maßgeschneiderte Unterstützung für Modellkommunen

Auf die Modellkommunen warten im Verlauf des Projekts umfassende Unterstützungsangebote. Dazu gehören zum Beispiel Workshops zur Problemanalyse und die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen, die sowohl vor Ort als auch bundesweit skaliert werden können. Die AGFK-BW bietet den Modellkommunen darüber hinaus kontinuierliche Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen.

„Mit LandRad möchten wir den Radverkehr in ländlichen Regionen von der Theorie in die Praxis bringen“, erklärt Dr. Hilde Neidhardt, Erste Landesbeamtin im Enzkreis und Vorständin der AGFK-BW. „Gemeinsam mit den Modellkommunen entwickeln wir Lösungen, die sowohl vor Ort als auch in anderen Kommunen Anwendung finden können.“

Interessierte Kommunen können sich noch bis zum 31.03.2026 in der Geschäftsstelle der AGFK-BW (info@agfk-bw.de) melden, um das Prozedere zur Teilnahme zu besprechen. Insbesondere auch Landkreise sowie Städte und Gemeinden im ländlichen Raum, die bislang noch nicht Mitglied der AGFK-BW sind, werden ermuntert, Mitglied zu werden und von dem Projekt zu profitieren.

Vorteile einer AGFK-Mitgliedschaft

Ob Kommune oder Landkreis: die Mitgliedschaft in der AGFK-BW zahlt sich auf vielfältige Weise aus, sowohl inhaltlich als auch finanziell. Weiterbildungen und Seminare, Beratungen, Kommunikationspakete, Planungschecks und die Teilnahme an Kampagnen stehen AGFK-Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung. Außerdem hält sie die Mitglieder über relevante landes- und bundespolitische Entscheidungen auf dem Laufenden und vertritt die Interessen der Mitglieder. Nicht zuletzt profitieren Mitglieder vom Austausch untereinander – und von der Teilnahme an Modellprojekten wie LandRad.

Die AGFK-BW e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk aus rund 120 Landkreisen, Städten und Gemeinden. Mit seiner Vision 2030 setzt sich der Verein dafür ein, dass aktive Mobilität als Basismobilität so einfach, sicher und bequem ist, dass Fuß und Rad die erste Wahl sind. Bei den Mitgliedskommunen der AGFK-BW steht aktive Mobilität für ein faires Miteinander aller und eine konsequent verfolgte Vision Zero-Strategie.