LandRad – Modellprojekt zur Stärkung des Radverkehrs im ländlichen Raum

LandRad unterstützt Landkreise und Kommunen dabei, Hemmnisse beim Ausbau des Radverkehrs in ländlichen Räumen zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln.

Ländliche Regionen stehen beim Ausbau des Radverkehrs vor besonderen Herausforderungen. Große Entfernungen, fehlende Netzverbindungen oder komplexe Verwaltungsstrukturen erschweren, dass mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen. Das Modellprojekt LandRad unterstützt Landkreise und Kommunen dabei, diese Hemmnisse systematisch zu identifizieren und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es, den Radverkehr als sichere, attraktive und alltagstaugliche Mobilitätsform zu stärken.

LandRad wird von der AGFK Baden‑Württemberg gemeinsam mit bis zu 25 Modellkommunen umgesetzt. In mehreren Arbeitspaketen analysiert das Projekt bestehende Verwaltungsabläufe und typische Problemlagen, entwickelt darauf aufbauend neue Strategien und begleitet deren Umsetzung in den beteiligten Kommunen. Die entwickelten Lösungen werden abschließend in einer Handreichung so aufbereitet, dass sie auch bundesweit übertragbar sind.

Ein ergänzendes Teilprojekt untersucht zudem verkehrsrechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für sichere Radverkehrsführungen auf Straßen außerorts. Damit verbindet LandRad strukturelle Forschung mit einem praxisnahen Anwendungsfeld.

Projektlaufzeit und Beteiligte

LandRad läuft vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2028 und wird in Baden‑Württemberg umgesetzt. Neben der AGFK‑BW sind voraussichtlich bis zu 25 Modellkommunen beteiligt.

Förderung

Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Nicht investive Modellvorhaben Radverkehr“ durch den Bund unterstützt. Die Bundesförderung erfolgt über das Bundesministerium für Verkehr (BMV) sowie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und deckt 80 % der Projektkosten ab. Die restlichen Projektkosten trägt die AGFK aus Eigenmitteln.

Zielsetzung

LandRad stärkt Kommunen und Landkreise darin, Entscheidungsprozesse zum Radverkehr effizienter zu gestalten. Das Projekt optimiert vorhandene Governance‑Strukturen, statt neue Verwaltungswege zu schaffen. Es entwickelt praxisorientierte Werkzeuge, die Kommunen befähigen, Hemmnisse wie unklare Zuständigkeiten, Zielkonflikte oder fehlende Koordinationsprozesse eigenständig zu überwinden.

Arbeitsweise im Projekt

Die Modellkommunen sind während des gesamten Projektverlaufs aktiv einbezogen – von der Problemanalyse über die Konzeptentwicklung bis zur Umsetzung. Workshops, Austauschtreffen und Analysen vor Ort sorgen dafür, dass die Lösungen passgenau auf regionale Bedingungen zugeschnitten sind.

Durch die enge Zusammenarbeit mit weiteren Initiativen, darunter das durch die AGFK in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Forschungsprojekt LandRadMV, werden die erarbeiteten Empfehlungen zusätzlich geprüft und weiterentwickelt.

Jetzt als Modellkommune bewerben

Teilnehmende Kommunen profitieren von der gemeinsamen Arbeit an konkreten Hemmnissen vor Ort, für die wir zusammen konkrete Lösungsstrategien entwickeln. Bewerbungen nimmt die AGFK-BW noch bis 31. März entgegen. Interessierte Kommunen können sich direkt über unser Online-Formular bewerben.