Wie kann der Radverkehr in ländlichen Räumen gestärkt werden? Dieser Frage geht die AGFK-BW in ihrem neuen Modellprojekt LandRad nach. Ziel des Projekts ist es, strukturelle Hemmnisse in der Radverkehrsförderung in ländlichen Regionen zu identifizieren und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Dazu zählen beispielsweise Lückenschlüsse in den Radverkehrsnetzen, wechselnde Zuständigkeiten sowie verschiedene Nutzungs- und Interessenskonflikte.
Das Projekt wird zusammen mit 25 Modellkommunen umgesetzt. Bewerbungen nimmt die AGFK-BW noch bis 31. März entgegen. Bewerben können sich alle Mitglieder der AGFK sowie kreisangehörige Kommunen bis 20.000 Einwohner eines Mitgliedslandkreises. Bewerbungen aus ländlichen Kreisen werden bevorzugt.
Das Modellprojekt LandRad hat ein Volumen von ca. 800.000 EUR und wird durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert. Das Projekt läuft knapp drei Jahre und startet am 1. April 2026. Es soll eine nachhaltige Verbesserung der Radverkehrsförderung in ländlichen Gebieten ermöglichen, indem es kommunale Akteure gezielt unterstützt und die spezifischen Hemmnisse abbaut.
Maßgeschneiderte Unterstützung für Modellkommunen
Auf die Modellkommunen warten im Verlauf des Projekts umfassende Unterstützungsangebote. Dazu gehören zum Beispiel Workshops zur Problemanalyse und die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen, die sowohl vor Ort als auch bundesweit skaliert werden können. Die AGFK-BW bietet den Modellkommunen darüber hinaus kontinuierliche Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen.
„Mit LandRad möchten wir den Radverkehr in ländlichen Regionen von der Theorie in die Praxis bringen“, erklärt Dr. Hilde Neidhardt, Erste Landesbeamtin im Enzkreis und Vorständin der AGFK-BW. „Gemeinsam mit den Modellkommunen entwickeln wir Lösungen, die sowohl vor Ort als auch in anderen Kommunen Anwendung finden können.“
Interessierte Kommunen können sich noch bis zum 31.03.2026 in der Geschäftsstelle der AGFK-BW (info@agfk-bw.de) melden, um das Prozedere zur Teilnahme zu besprechen. Insbesondere auch Landkreise sowie Städte und Gemeinden im ländlichen Raum, die bislang noch nicht Mitglied der AGFK-BW sind, werden ermuntert, Mitglied zu werden und von dem Projekt zu profitieren.






