Empfehlungspapier Zusammenarbeit von Verkehrsbehörden und Planenden

Eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Verkehrsplanung und Straßenverkehrsbehörden ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen im Fuß- und Radverkehr. Dieses Empfehlungsschreiben bietet eine fundierte Grundlage zur Etablierung gemeinsamer Prozesse und Verständnisse – auch mit anderen beteiligten Akteuren.

Im Rahmen des Facharbeitskreises der AGFK-BW wurde am 16.07.2025 das Papier als Empfehlung für künftige Planungen zur Kenntnis genommen. Dieses war zuvor von der AG Straßenverkehrsbehörden und der AG Radinfrastruktur gemeinsam ausgearbeitet worden. Kernbotschaft des Empfehlungspapiers ist es, dass durch einen frühzeitigen Austausch, insbesondere zwischen Planenden und Straßenverkehrsbehörden, eine schnellere Umsetzung von Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen angestrebt wird.

Neben bestehenden Herausforderungen wurden hierzu mögliche Vorgehensweisen und Akteurseinbindungen bei der Zusammenarbeit zu Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen ausführlich erörtert. Bei der zeitlichen Verortung der Einbindung verschiedener Akteure wurden die Leistungsphasen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) als zeitliche Orientierung im Prozessablauf herangezogen. Während verschiedene Akteure im Regelfall nur in einzelnen Phasen im Planungsprozess eingebunden werden, ist die allgemeine Zielsetzung, Verkehrsplanende und die Straßenverkehrsbehörden über den gesamten Planungsprozess einzubinden. Darüber hinaus handelt es sich um einen iterativen Prozess, sodass es sich häufig lohnen kann, früh grobe Anhaltspunkte auszumachen, die von den Beteiligten wiederkehrend behandelt werden. Dementsprechend ist es in der Regel erforderlich, früh beteiligte Personen zu einem späteren Zeitpunkt erneut miteinzubeziehen.

Eine frühzeitige Einbindung der Straßenverkehrsbehörden, im Regelfall in der Ideenphase bzw. bei der Grundlagenermittlung, kann demnach eine entscheidende Stellschraube für eine schnellere Umsetzung sein. Im fortlaufenden Abstimmungsprozess gilt es dann, ein gemeinsames Verständnis unter ggf. veränderten Rahmenbedingungen und auch bei Konkretisierungen beizubehalten. Neben von allen getragenen regelmäßigen Austauschformaten können gemeinsame Herangehensweisen an auftretende Herausforderungen (bspw. auch kommunikativer Art) entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Implementierung von Maßnahmen des Fuß- und Radverkehrs haben.

Die AGFK-BW möchte den Kommunen mit diesem Papier eine Empfehlung zum frühzeitigen Austausch über die Priorisierung und Umsetzung von Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr an die Hand geben. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an die AG Straßenverkehrsbehörden und die AG Radinfrastruktur für die Erarbeitung der Kerninhalte des Papiers.