Im Rahmen seiner Sommertour hat Raimund Haser, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Konstanz besucht. Gemeinsam mit Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn, dem städtischen Radbeauftragten Gregor Gaffga und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Reuter erkundete er zentrale Punkte der Konstanzer Radinfrastruktur mit dem Fahrrad. Eine Station war die Radbrücke, eine weitere der Bahnhofplatz.
Dort plant die Stadt ein Fahrradparkhaus, über das die Bürger:innen am 29. November 2026 abstimmen sollen. Haser hob die Bedeutung von sicheren Abstellmöglichkeiten insbesondere an Bahnhöfen hervor. Sie erleichterten den Wechsel vom Fahrrad auf Bus und Bahn und machten die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel im Alltag attraktiver. Das gelte besonders für Pendler:innen, die hochwertige Fahrräder oder Pedelecs im Wert von 1000 bis 10.000 Euro nutzten und auf einen verlässlichen Diebstahlschutz angewiesen seien. Für diese Leute gelte: „Fahrradfahren ist kein Freizeitsport.“
Der Bahnhofplatz bündelt bereits heute unterschiedliche Mobilitätsangebote. Neben dem Bahn- und Busverkehr gibt es dort ein Fahrradverleihsystem und Carsharing-Angebote. Zugleich zeigen stark ausgelastete Radabstellanlagen an Bahnhof und Marktstätte den hohen Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten.
Nach Einschätzung Hasers würde das geplante Fahrradparkhaus aufgrund seiner Lage bestimmt gut angenommen und könne zum Vorbild für andere Städte werden. Der Besuch machte damit deutlich: Eine gute Radverkehrsförderung endet nicht am Radweg. Auch sichere Abstellanlagen und gut verknüpfte Mobilitätsangebote sind entscheidend, damit das Fahrrad selbstverständlich Teil der täglichen Wege wird.






