Mobilität kennt kein Alter

AGFK-BW macht sich zur Europäischen Mobilitätswoche für sichere und attraktive Wege für alle Generationen stark.

Stuttgart, 15.09.2026 – Vom 16. bis 22. September 2026 findet die Europäische Mobilitätswoche statt. Unter dem Motto „Mobility for Everyone“ richtet sie in diesem Jahr den Blick besonders auf die Mobilitätsbedürfnisse unterschiedlicher Generationen. Für die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) ist das ein zentraler Baustein lebenswerter Städte und Gemeinden: Menschen sollen sich unabhängig von Alter und individuellen Voraussetzungen möglichst selbstständig, sicher und komfortabel bewegen können.

Vom Schul- über den Arbeitsweg bis zum Gang zum Arzt oder zum Einkaufen: Die Anforderungen an die eigenen täglichen Wege verändern sich im Laufe des Lebens. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen haben dabei unterschiedliche Anforderungen.

„Mobilität bedeutet Teilhabe. Deshalb müssen wir unsere Straßen und Wege so gestalten, dass sie nicht nur für einen Teil der Bevölkerung funktionieren. Gute Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr kommen allen Generationen zugute“, sagt Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW.

Eine wichtige Rolle kommt dabei den Städten, Gemeinden und Landkreisen zu. Sie entscheiden ganz konkret darüber, wie Menschen vor Ort unterwegs sein können: mit sicheren Querungen und Schulwegen, durchgängigen Fuß- und Radverkehrsnetzen, barrierefreien Verbindungen oder einer Gestaltung des öffentlichen Raums, die unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung trägt.

AGFK-Kommunen machen Mobilität für alle erlebbar

Wie unterschiedlich das vor Ort aussehen kann, zeigen über 20 AGFK-Mitgliedskommunen während der Europäischen Mobilitätswoche. In Karlsruhe können Bürgerinnen und Bürger unter anderem verschiedene Spezialräder ausprobieren. Beim Park(ing) Day werden Parkplätze zu Begegnungs- und Aufenthaltsräumen. Rund um den Weltkindertag verwandeln sich zudem bei „Karlsruhe spielt!“ 40 Straßenabschnitte in Spiel- und Bewegungsflächen für verschiedene Generationen.

Auch Leinfelden-Echterdingen nutzt die Aktionswoche, um Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen: Eine Ausstellung und ein Informationsstand stellen den Masterplan Mobilität vor und laden zum Austausch ein. Bei einer gemeinsamen Radtour mit Oberbürgermeister Otto Ruppaner werden außerdem aktuelle Mobilitätsprojekte direkt vor Ort vorgestellt und die Sieger des diesjährigen STADTRADELN-Wettbewerbs gekürt.

In Friedrichshafen wiederum können Bürgerinnen und Bürger sich während der Europäischen Mobilitätswoche das Warten an ausgewählten Ampeln mit einem Quiz verkürzen. Rabattaktionen, eine Buchausstellung sowie ein Aktionstag am autofreien Sonntag runden das Programm in der Stadt am Bodensee ab.

Zudem ist die Initiative RadKULTUR in vielen Kommunen im Aktionszeitraum mit ihrem RadCHECK vor Ort. Eine Übersicht über alle teilnehmenden Kommunen in Baden-Württemberg finden Sie beim Umweltbundesamt.

Die AGFK-BW unterstützt ihre Mitgliedskommunen dabei, den Fuß- und Radverkehr systematisch weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen. Ihr Ziel: Aktive Mobilität soll so einfach, sicher und bequem werden, dass Zufußgehen und Radfahren im Alltag selbstverständlich sind. Die Europäische Mobilitätswoche bietet Gelegenheit, dieses Ziel in den Mittelpunkt zu rücken – und Mobilität konsequent aus der Perspektive der Menschen zu denken.