Die AGFK-BW hat inzwischen 100 individuelle Auswertungsberichte zur Fuß- und Radverkehrsförderung erstellt. Auf insgesamt mehr als 2.100 Seiten erhalten die beteiligten Kommunen und Landkreise eine fundierte Einschätzung ihrer bisherigen Aktivitäten sowie passgenaue Empfehlungen für die weitere Arbeit.
Die Berichte sind ein zentraler Baustein der AGFK-Qualitätsoffensive. Sie zeigen den Mitgliedern, wo sie bei der Förderung des Fuß- und Radverkehrs stehen, und bieten einen fachlichen Blick von außen. Zugleich dienen sie als Grundlage dafür, geeignete Unterstützungsangebote auszuwählen. Die Gesamtschau ermöglicht darüber hinaus Rückschlüsse auf Entwicklungen und wiederkehrende Herausforderungen in Baden-Württemberg.
Die bisherigen Auswertungen machen deutlich: Fuß- und Radverkehr werden in vielen Kommunen und Landkreisen zunehmend strategisch verankert und politisch unterstützt. Fortschritte zeigen sich insbesondere beim kontinuierlichen Ausbau sicherer und attraktiver Infrastruktur. Auch Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Schulmobilität gewinnen an Bedeutung. Besonders erfolgreich sind Kommunen, die fachübergreifend zusammenarbeiten, neue Ansätze erproben und Mobilität als Teil einer lebenswerten Stadt- und Ortsentwicklung verstehen.
Die Berichte zeigen zugleich Themen, bei denen noch Potenzial besteht. So ist eine Grüne Welle für den Radverkehr bislang nur selten umgesetzt. In der Öffentlichkeitsarbeit wird der Fußverkehr vielerorts noch nicht als eigenständiges Thema sichtbar gemacht. Zudem fehlen in zahlreichen Kommunen und Landkreisen konkrete Ziele für die Entwicklung des Modal Split, also für die Verteilung der Wege auf die verschiedenen Verkehrsmittel.
Die Qualitätsoffensive wirkt bereits vor Ort: 44 AGFK-Mitglieder haben in den vergangenen zwei Jahren die Qualitätsstufe für Fuß- und Radverkehr erreicht. Im Herbst 2026 wird bekannt gegeben, welche weiteren Mitglieder in diesem Jahr die Qualitätsstufe erhalten.






