Stadt Tuttlingen

Eckdaten

  • 36.000 Einwohner
  • AGFK-Mitglied seit Oktober 2018

Was wurde bisher umgesetzt?

Die Stadt Tuttlingen ist schon aufgrund ihrer Lage am Donauradweg und dem Hohenzollernradweg eng mit dem Thema Radfahren verbunden. Jedes Jahr nimmt die Zahl der Radtouristen stetig zu und so kommen immer neue Menschen aus allen möglichen Ländern in die Stadt.

Aber auch für den innerstädtischen Verkehr soll das Radfahren in Zukunft eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher. Es geht darum die täglichen Pendler aber auch Schüler und Familien zunehmend auf das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu bringen. Der Grund liegt auf der Hand: Täglich gibt es 17.500 Einpendler und 5.500 Auspendler, die sich in der Stadt mit 36.000 Einwohnern zur Arbeit bewegen möchten. Der zunehmende Verkehr erfordert einen stärkeren Fokus auf Alternative Verkehrsformen (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr). Dabei sind die Voraussetzungen gut! Tuttlingen ist eine Stadt der kurzen Wege und bietet Arbeitsstätten, Wohngebiete und Einkaufsmöglichkeiten auf kleinem Raum. Zudem gibt es ein dichtes Netz von Straßen und Wegen, welche die Stadt durchziehen.

Mit dem Beschluss zu einem innerstädtischen Radverkehrsnetz wurde im Juli der Startschuss gegeben um in den nächsten Jahren spürbare Fortschritte in der Radverkehrsförderung zu erzielen. Neben der Markierung und Beschilderung der ersten Routen im städtischen Radnetz wurde 2018 bereits der Beitritt in die AGFK-BW als erster Schritt unternommen.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

In 2019 und 2020 sollen insgesamt über 650.000 € in die Radverkehrsförderung investiert werden. Schwerpunkte sind:

  • Beschilderung und Markierung des Radverkehrsnetzes (wegweisende Beschilderung und Piktogramme).
  • Beseitigung von Gefahrenpunkten durch geeignete Änderungen der Verkehrsführungen an kritischen Knotenpunkten.
  • Beseitigung von Verbindungslücken: Unter anderem ist die Förderung einer neuen Nord-Süd-Achse für ca. 400.000 € beantragt worden. Weitere Lückenschlüsse wird es durch eine neue Ost-West-Verbindung durch den Bürgerpark am Honberg geben.
  • Machbarkeitsstudien zur Schaffung zweier gänzlich neuer Radrouten. Zum einen zwischen Tuttlingen und dem Ortsteil Möhringen über eine neue Donau-Brücke und zum anderen entlang der Kreisstraße zwischen Tuttlingen und Neuhausen Ob Eck zum interkommunalen Gewerbepark Take Off.
  • Grundhafte Sanierung der besonders maroden Abschnitte entlang des Donauradweges zwischen Tuttlingen und Nendingen.
  • Verbesserungen im Angebot von sicheren Abstellanlagen an öffentlichen Einrichtungen und zentralen Knotenpunkten im Netz des des ÖPNV.

Wie geht's weiter?

Wir möchten, dass das Thema Radfahren (auch im Zusammenhang mit dem Fußverkehr) als nachhaltige Form der urbanen Mobilität selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens und Planungskultur in Tuttlingen wird. Wir möchten von dem fachlichen und inhaltlichen Austausch mit anderen Kommunen der AGFK-BW profitieren, aber auch Impulsgeber für neue Entwicklungen sein. Tuttlingen ist als Weltzentrum der Medizintechnik in der Lage durch Kooperation mit hochproduktiven mittelständischen Unternehmen gerade in der Alltagsmobilität neue Ansätze zu erproben und zu entwickeln. Hinzu kommen die Möglichkeiten, die sich auch aus der Zusammearbeit mit der Hochschule vor Ort ergeben.

Dieses Potenzial könnte zukünftig durch die Bildung einer Arbeitsgruppe „Radverkehr“ mit Vertretern aus Verwaltung, Bildung und Wirtschaft besser eingesetzt werden.

Zudem ist Tuttlingen ein bedeutsames Mobilitätsdrehkreuz (Gäubahn, Donautalbahn, Donauradweg, Hohenzollernradweg, Bundesstraße B14/B311) in dem Landkreis Tuttlingen. Mit der begonnenen Entwicklung des Bahnhofareals wird hier ein neuer Impuls in Sachen nachhaltiger Mobilität entstehen.

Kontakt

Stadt Tuttlingen
Rathausstr. 1
78532 Tuttlingen
Oliver Bock
Radbeauftragter

Tel.: 07461 /99-353
Mobil: 0151 /18929513
Fax: 07461 /99-5353
E-Mail: Oliver.Bock@Tuttlingen.de
https://www.tuttlingen.de/de/Die-Stadt/Stadtentwicklung/Radverkehr

http://www.tuebingen.de/