Schwäbisch Gmünd

Eckdaten

  • 60.743 Einwohner (Stand September 2017)
  • AGFK-Mitglied seit 2013
  • Flächengemeinde mit 11.400 ha und 10 Stadtteilen
  • hügelig mit 300 bis 780 m über NN
  • Modellstadt E-Mobilität

Was wurde bisher umgesetzt?

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radweg Alte Bahnlinie mit Abzweig Erhardstr./Stadtmitte 2016 (Ausbau)

Stadt Schwäbisch Gmünd

Moltkesteg 2012 (Neubau F+RW)
zur Querung B 29 neu und Rems

Bis ca. 1980 war der Radwegebau kein aktuelles Thema in der Verwaltung und im Gemeinderat. Auf Initiative des damaligen Planungsamtsleiters (Herr Beck) und eines Stadtrates (Herr Aichele) entstanden dann in den 80er und 90er Jahren erste Ansätze einer systematischen Radverkehrsförderung durch Bildung einer Radwegekommission mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Interessenverbänden. In den 20 Jahren bis zur Euro-Einführung 2002 wurden damals im Schnitt ca. 100.000 DM (ca. 50.000,- €) jährlich in die Radinfrastruktur investiert. Die größten Projekte waren der Ausbau der ehemaligen Bahntrasse über die Alb nach Göppingen zum Radwanderweg, der Ausbau der Remstalradroute Richtung Westen flussabwärts und die Errichtung einer überdachten Radabstellanlage am Bahnhof mit 120 Bügelradständern und 30 Fahrradboxen.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Tourist. Beschilderung Stauferroute
Ecke Schillersteg/Uferstr. 2012

Stadt Schwäbisch Gmünd

Ausschnitt Kernst. Hauptradrouten Radwegezielplan 2030

Seit der Eurozeit (1.1.2002) wurden in den darauffolgenden 11 Jahren jährlich etwa 100.000,- € für die Radinfrastruktur ausgegeben, davon 60.000,- € als jährliche Radwegebaupauschale, die restlichen 40.000,- € sind Durchschnittswerte aus größeren Einzelprojekten, wobei in einem Jahr deutlich mehr und in anderen auch mal nichts anfallen konnte. Größere Maßnahmen waren der Ausbau des Panoramaweges in Bettringen, der Straßenparallelweg nach Herlikofen, der Moltkesteg über die B 29 sowie über mehrere Jahre der Touristikweg in Rechberg zum Freizeitzentrum Schurrenhof, der 2012 mit einem weiteren Teilstück beim Aasrücken Richtung Hohenstaufen zum Teil des Staufer-Radweges wurde. Remstal- und Staufer-Radweg erhielten auch eine touristische Hinweisbeschilderung und werden mit Faltblättern beworben.

In den letzten Jahren 2010 bis 2017 wurde unter Federführung des neuen Leiters des Stadtplanungs- und Baurechtsamts Erwin Leuthe in Zusammenarbeit mit dem ag21 AK „Mobilität und Verkehr“ die Radinfrastrukturplanung konzeptionell vorangetrieben. Es entstand 2010 ein Konzept für Radabstellanlagen in der Innenstadt, das inzwischen weitgehend umgesetzt ist und laufend fortgeschrieben wird.

2011/2012 wurde von der Verwaltung ebenfalls in Abstimmung mit dem ag21AK „Mobilität und Verkehr“ ein Radwegezielplan 2020 entwickelt, der in Abstimmung mit den Stadtteilen und den Trägern öffentlicher Belange ebenfalls laufend fortgeschrieben wird.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Fehrlesteg 2011 (Ersatzbau)

Stadt Schwäbisch Gmünd

Remsparkbrücke 2012 (Neubau)

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radparkdeck im Fehrleparkhaus
am Bahnhof zur Landesgartenschau 2014

Stadt Schwäbisch Gmünd

Pedelec-Station 2013 (Neubau)
auf Nordseite Bahnhof

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radabstell- und Verleihanlage
Unterer Marktplatz 2018

Stadt Schwäbisch Gmünd

Punktuelle Verbesserung Remstalradweg Hintere Schmiedgasse/Honiggäßle 2018

Anlässlich der Landesgartenschau 2014 hat sich der politische Fokus in den letzten Jahren zunehmend auf die Förderung des Radverkehrs gerichtet und erreichte im Jahr 2013 einen Höhepunkt. Mit ca. 1 Mio. € Ausgaben für den Radwegebau im Zubringerbereich der LGS und weiteren 0,5 Mio. €, für touristische Strecken, mit Schwerpunkt des Ausbaus des Remstalradweges nach Osten, wurde 15 mal so viel investiert wie bisher in den einzelnen Jahren. Hervorzuheben sind dabei eine neue B&R-Anlage, wozu ein Teil des Fehrleparkhauses neben dem Bahnhof zukünftig zur Radabstellanlage umgebaut wurde und auf der Nordseite des Bahnhofes eine Pedelec-Station entstand – beide Maßnahmen vom Land gefördert. Passend hierzu erfolgte der Beitritt Schwäbisch Gmünds zur AGFK-BW.

Ein weiterer Baustein ist die Förderung der Elektromobilität mit Aufbau von Rad-/Pedelec-Verleihstationen, beginnend mit der Innenstadt und dem Stadtquartier Hardt (PH-Standort), im Rahmen eines Modellprojektes mit der Metropol-Region Stuttgart. Dies ermöglichte 2017 die Markierung eines Radschutzstreifens bis hoch zum Hardt und 2018 auch den Bau einer attraktiven Radabstell- und Verleih-Anlage im Altstadtkern am unteren Marktpatz. Momentan ist der Schwerpunkt der Ausbau und die punktuelle Verbesserung des Remstalradweges anlässlich der 2019 anstehenden Remstalgartenschau.

Wie geht es weiter?

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radschutzstreifen hoch zum Hardt
Oberbettringer Str. 2016

Stadt Schwäbisch Gmünd

Vorgezogene aufgeweitete Haltelinie
Ecke Ufer-/ Goethestr. 2015

Stadt Schwäbisch Gmünd

Fortführung Hinweisbeschilderung
Ecke Ledergasse/Pfeifergäßle 2018

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radboxen im Fehrleparkhaus
zur Landesgartenschau 2014

Ziel ist es, den Schwung der Landesgartenschauen mitzunehmen und zukünftig jährlich ca. 200.000 € für die Radverkehrsförderung auszugeben, wobei der Radwegezielplan 2020, mit nun Zieljahr 2030, die Leitlinie darstellt. Vorrangig sollen Schulradwegrouten sowie touristische Radrouten und Hauptradrouten aus den Stadtteilen kommend zur Innenstadt und untereinander, für den Alltagsradverkehr ausgebaut werden. Dabei sind insbesondere Radschutzstreifen und Fahrradstraßen als Teil des Radroutennetzes voran zu treiben, sowie auch eine angepasste Führung der Radfahrer an Knotenpunkte.

Besonders an signalisierten Kreuzungen und Einmündungen, werden speziell für die Fahrradfahrer, Aufstellflächen im Blickfeld vor dem motorisierten Verkehr angeordnet, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zusammen bzw. in Ergänzung zum Landkreis wird eine Beschilderung aller Hauptradrouten, also nicht nur der touristischen Wege, erfolgen. Am Bahnhof wird gleisnah eine weitere Radabstellanlage, mit verschließbaren Radboxen, auf der Südwestseite beim ZOB gebaut. Weitere Radabstellanlagen und Radstationen (Infopunkte und Pedelecstationen mit Gepäckschließfächern für Touristen und den Einkaufsradverkehr) in der Innenstadt und den Stadtteilen sollen folgen. Aktuell ist die Bike-Oase in der Ledergasse in der Umsetzung. Die Remstalradroute Richtung Osten wird in Verbindung mit dem B 29-Ausbau weiter ausgebaut sowie touristische Routen Richtung Norden vorangetrieben mit Anbindung zum Leintal- bzw. Kocher-Jagst-Radweg.

Aktuelle Schulradwegepläne werden erstellt. Weitere Diensträder, darunter auch Pedelec bzw. E-bike, werden angeschafft. Die Öffentlichkeitsarbeit zur Radbenutzung wird auf hohem Niveau weitergeführt. Das Radroutennetz und die Radroutenbeschilderung werden digital erfasst. Eine neue Radroutenkarte soll herausgebracht werden. Die Stadtpläne mit den Hauptradrouten an den Eingangsradrouten der Stadt werden aktualisiert und an weiteren Standorten aufgestellt. Eine Homepage-Präsentation zum Radverkehr in der Stadt wird erstellt. Nächstes Zieljahr ist 2019 mit dem Interkommunalen Grünprojekt „Remstalgartenschau“ des Landes, dass die 16 Remstalgemeinden ausrichten.

Kontakt

Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Stadtplanungs- und Baurechtsamt
Amtsleiter Erwin Leuthe
Marktplatz 1
73525 Schwäbisch Gmünd

Telefon 07171/603-6100
Telefax 07171/603-6199
erwin.leuthe@schwaebisch-gmuend.de

Rathaus, Haus Rettenmayr
Zimmer 1.18