Schwäbisch Gmünd

Eckdaten

  • 59.749 Einwohner
  • AGFK-Mitglied seit 2013
  • Flächengemeinde mit 11.400 ha und 10 Stadtteilen
  • hügelig mit 300 bis 780 m über NN
  • Modellstadt E-Mobilität

Was wurde bisher umgesetzt?

Stadt Schwäbisch Gmünd

Fehrlesteg 2010/2011 (Ersatzbau)

Bis ca. 1980 war der Radwegebau kein aktuelles Thema in der Verwaltung und im Gemeinderat. Auf Initiative des damaligen Planungsamtsleiters (Herr Beck) und eines Stadtrates (Herr Aichele) entstanden dann in den 80er und 90er Jahren erste Ansätze einer systematischen Radverkehrsförderung durch Bildung einer Radwegekommission mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Interessenverbänden. In den 20 Jahren bis zur Euro-Einführung 2002 wurden damals im Schnitt ca. 100.000 DM (ca. 50.000,- €) jährlich in die Radinfrastruktur investiert. Die größten Projekte waren der Ausbau der ehemaligen Bahntrasse über die Alb nach Göppingen zum Radwanderweg, der Ausbau der Remstalradroute Richtung Westen flussabwärts und die Errichtung einer überdachten Radabstellanlage am Bahnhof mit 120 Bügelradständern und 30 Fahrradboxen.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Remsparkbrücke 2012 (Neubau)

Seit der Eurozeit in den letzten 10 Jahren wurden jährlich etwa 100.000,- € für die Radinfrastruktur ausgegeben, davon 60.000,- € als jährliche Radwegebaupauschale, die restlichen 40.000,- € sind Durchschnittswerte aus größeren Einzelprojekten, wobei in einem Jahr deutlich mehr und in anderen auch mal nichts anfallen konnte. Größere Maßnahmen waren der Ausbau des Panoramaweges in Bettringen, der Straßenparallelweg nach Herlikofen, aktuell der Moltkesteg sowie über mehrere Jahre der Touristikweg in Rechberg zum  Freizeitzentrum Schurrenhof, der letztes Jahr mit einem weiteren Teilstück beim Aasrücken Richtung Hohenstaufen zum Teil des Staufer-Radweges wurde. Remstal- und Staufer-Radweg erhielten auch eine touristische Hinweisbeschilderung und werden mit Faltblättern beworben.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Übersichtsplan zu den z.T. auszubauenden Hauptradrouten und B&R-Anlagen für die LGS 2014.

In den letzten 3 Jahren wurde unter Federführung des neuen Leiters des Stadtplanungs- und Baurechtsamts in Zusammenarbeit mit dem ag21 AK „Mobilität und Verkehr“ die Radinfrastrukturplanung konzeptionell vorangetrieben. Es entstand 2010 ein Konzept für Radabstellanlagen in der Innenstadt, das inzwischen weitgehend umgesetzt ist.

2011/2012 wurde ein Radwegezielplan 2020 entwickelt, der sich derzeit in der Endabstimmung mit den Stadtteilen und den Trägern öffentlicher Belange befindet.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radwegweisung in Straßdorf.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radwegweisung am Stadtgarten.

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radwegweisung am Stadtgarten.

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Radständer an der Stadtbibliothek (bisheriger Typ).

Stadt Schwäbisch Gmünd

Radständer am "Kalter Markt" (neuer Typ, Eigenbau der Stadt).

Stadt Schwäbisch Gmünd

Neue Fahrradboxen Bhf/Fehrleparkhaus.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Anlässlich der Landesgartenschau 2014 hat sich der politische Fokus in den letzten Jahren zunehmend auf die Förderung des Radverkehrs gerichtet und erreicht dieses Jahr 2013 mit ca. 1 Mio. € Ausgaben für den Radwegebau im Zubringerbereich der LGS und weiteren 0,5 Mio. € für touristische Strecken mit Schwerpunkt des Remstalradwegeausbau nach Osten einen bisher einmaligen Höhepunkt – 15 mal soviel Investitionsmittel wie bisher jährlich. Hervorzuheben sind dabei eine neue B&R-Anlage, wozu ein Teil des Fehrleparkhauses neben dem Bahnhof zukünftig zur Radabstellanlage umgebaut wird und auf der Nordseite des Bahnhofes eine Pedelec-Station entsteht – beide Maßnahmen vom Land gefördert. Passend hierzu erfolgte der Beitritt Schwäbisch Gmünds zur AGFK-BW.

Wie geht es weiter?

Ziel ist es, den Schwung der Landesgartenschau mitzunehmen und zukünftig jährlich 200.000-300.000,- € für die Radverkehrsförderung auszugeben, wobei der Radwegezielplan 2020 die Leitlinie darstellt. Vorrangig sollen Schulradwegrouten sowie touristische Radrouten ausgebaut werden. Zusammen bzw. in Ergänzung zum Landkreis wird eine Beschilderung aller Hauptradrouten, also nicht nur der touristischen Wege, erfolgen. Am Bahnhof wird gleisnah eine weitere Radabstellanlage auf der Südwestseite gebaut. Weitere Radabstellanlagen und Radstationen (Infopunkte und Pedelecstationen mit Gepäckschließfächern für Touristen und den Einkaufsradverkehr) in der Innenstadt und den Stadtteilen sollen folgen. Die Remstalradroute Richtung Osten wird weiter ausgebaut sowie verstärkt touristische Routen Richtung Norden vorangetrieben mit Anbindung zum Kocher-Jagst-Radweg über den Leintalradweg.

Aktuelle Schulradwegepläne werden erstellt. Diensträder, darunter ein Anteil von 2-3 Pedelec bzw. E-bike, werden angeschafft. Die Öffentlichkeitsarbeit zur Radbenutzung wird intensiviert. Das Radroutennetz und die Radroutenbeschilderung wird digital erfasst. Eine neue Radroutenkarte soll herausgebracht werden. Eine Homepage-Präsentation zum Radverkehr in der Stadt wird erstellt. Nächstes Zieljahr ist 2019 mit dem Interkommunalen Grünprojekt des Landes, dass die Remstalgemeinden ausrichten.

 

Kontakt

Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Stadtplanungs- und Baurechtsamt
Amtsleiter Erwin Leuthe
Marktplatz 1
73525 Schwäbisch Gmünd

Telefon 07171/603-6100
Telefax 07171/603-6199
erwin.leuthe@schwaebisch-gmuend.de

Rathaus, Haus Rettenmayr
Zimmer 1.18