Stadt Reutlingen

Eckdaten

  • 115.877 Einwohner
  • AGFK-Mitglied seit Januar 2016
  • Radverkehrsanteil im Modal Split: 15 % im Binnenverkehr, (11% im Gesamtverkehr)

Was wurde bisher umgesetzt?

Durch stetigen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer mit anderen Kommunen im Netzwerk der AGFK-BW können Synergieeffekte bei der lokalen Planung und Durchführung von Maßnahmen und Projekten zur Radverkehrsförderung optimal genutzt werden.

Gemeinsam mit einem Fachplanungsbüro, sowie unter der Einbeziehung von Akteuren, Bürgerinnen und Bürgern, wurde in den vergangenen Jahren der „Masterplan Radverkehr – ebike-city Reutlingen“ erarbeitet und 2018 vom Gemeinderat beschlossen. Der Masterplan Radverkehr legt eine Strategie von mindestens fünf bis zehn Jahren fest. So können aufeinander abgestimmte Maßnahmen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich erarbeitet und umgesetzt werden. Dies schafft ein dauerhaftes Fundament für eine gesamtheitliche Förderung des Radverkehrs in Reutlingen.

In den letzten Jahren konnten verschiedene Radverkehrsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Schwerpunkte lagen in der Verbesserung der Angebote für den ruhenden Radverkehr (z. B. neue Ladeschränke für Pedelecs am Rathaus), der Verbesserung der Radwegeführung insbesondere an Kreuzungen und wichtigen Radwegeverbindungen (z. B. beidseitiger Schutzstreifen in der Lindachstraße; Fahren in der Fußgängerzone außerhalb der Geschäftszeiten), die Umwidmung zu Fahrradstraßen (z. B. Bellinostraße, Charlottenstraße und Moltkestraße) sowie der Öffnung von Einbahnstraßen in der Oststadt. Darüber hinaus wurden im Stadtgebiet entlang von Radrouten Halteringe an den Ampeln angebracht. Am Bahnhof steht ein „Bikeomat“, an dem Radler rund um die Uhr Flicksets, Ersatzschläuche, Regenjacken und vieles mehr erstehen können.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Das Hauptziel ist auf Grundlage des „Masterplan Radverkehr – ebike-city Reutlingen“ ein Radverkehrsnetz umzusetzen, welches den vielfältigen Anforderungen einer fahrradfreundlichen Mobilität gerecht wird. Der Fokus liegt auf einem sicheren, komfortablen und möglichst umwegfreien Radverkehrsnetz. Hierfür wurden fünf Entwicklungskorridore ermittelt, welche die Stadt in alle Richtungen erschließen und nun geplant werden müssen. Außerdem sollen weitere Service- und Informationsangebote umgesetzt werden. Dazu zählen u. a. vier neue Service-Stationen, Fahrradabstellanlagen, Bikeomaten, Halteringe, zwei Fahrradtürme sowie die Erarbeitung eines neuen Leitsystems.

Die Stadt Reutlingen zählt zu einer der fünf Modellstädte (Lead Cities) zur Minderung der Stickstoffbelastung. Für den Fahrradverkehr werden bis Ende 2020 Infrastrukturprojekte umgesetzt. Dazu zählt z. B. die Umwidmung einer Autofahrspur für eine abgetrennte Fahrradspur an der Konrad-Adenauer-Straße.

Ein weiteres Ziel ist die attraktive Verknüpfung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel. Das Fahrrad spielt eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit der geplanten Regionalstadtbahn und dem neuen Stadtbuskonzept.

Wie geht es weiter?

Von der aktiven Mitgliedschaft in der AGFK-BW erhofft sich die Stadt Reutlingen insbesondere in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Rückenwind für das Thema Radverkehr in Reutlingen.

Erklärtes Ziel ist, den Radverkehrsanteil langfristig auf 25% (2030) zu steigern. Bei allen Verkehrs-, Umweltschutz- und Stadtentwicklungsfragen soll der Radverkehr entsprechend berücksichtigt werden, sodass die Menschen in Reutlingen motiviert werden, sich auch im Alltag häufiger aufs Rad zu schwingen.

Kontakt

Stadt Reutlingen
Marktplatz 22
72764 Reutlingen

David Schell
Amt für Stadtentwicklung und Vermessung, Abteilung Verkehrsplanung
Tel: 07121/303 2038
Fax: 07121/303-2281
E-Mail: david.schell@reutlingen.de