Stadt Herrenberg

Eckdaten

  • 31.337 Einwohner (Stand 31.12.2012 nach Statistik Stadt, Bürgerdienste)
  • seit 2012 Mitglied der AGFK-BW

Was wurde in Herrenberg bisher umgesetzt?

Stadt Herrenberg

Radwegeplan Herrenberg von 1987 und Fortschreibung aus dem Jahr 2000

Zur Förderung des Radverkehrs in Herrenberg wurde erstmals 1987 von der Werkgemeinschaft archiplan (Planungsbüro Gunter Kölz) der „Radwegeplan Herrenberg“ erstellt. Auf dieser Grundlage wurden insbesondere die Infrastruktur für den Schülerradverkehr zu den beiden Schulzentren am Markweg und Längenholz durch Ausbau von Radwegen in der Mühlstraße, Marienstraße und am Beginn der Beethovenstraße verbessert. Entlang der Landesstraße nach Hildrizhausen wurde ein durchgehender  Rad- und Gehweg von der Altstadt in Richtung Naturpark Schönbuch errichtet.

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Überdachte Radabstellanlage am Schulzentrum Längenholz

Im Jahr 2000 wurde der Radverkehrsplan Herrenberg fortgeschrieben. Im Plan Nr. 1 „Maßnahmen 1987 bis 2000“ konnte festgestellt werden, dass eine Vielzahl von Maßnahmen zur Ergänzung des Radverkehrsnetzes vollzogen wurden. Am Bahnhof Herrenberg sowie an den Haltestellen der Ammertalbahn wurden überdachte Radabstellanlagen errichtet. Im Zuge der S-Bahn-Anbindung von Herrenberg wurde am Bahnhof eine großzügige Bahnunterführung geschaffen. Mehrere Querungsstellen von Radwegen über klassifizierte Straßen wurden durch Anlage von Mittelinseln oder Ampelanlagen gesichert. Im neuen Maßnahmenplan vom „Radverkehrsplan Herrenberg, Fortschreibung 2000“ wurden 20 Maßnahmen zur Vervollständigung und Verbesserung des Radverkehrsnetzes aufgeführt. Außerdem wurden Vorschläge zur Sicherung des Radverkehrs an Überquerungsstellen und zur Verbesserung von Radabstellanlagen aufgelistet. Nach 2000 wurden mehrere dieser im Radverkehrsplan dargestellten Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel Ausbau des Gültlinger Weges zwischen Kuppingen und Sportplatz Oberjesingen, Radweg zwischen Kuppingen und Nufringen, Radweg östlich Kayh im Bereich der Hauptradwegeverbindung zwischen Herrenberg und Tübingen und notwendige Ergänzungen  am Radverkehrsnetz wegen der Errichtung von Umgehungsstraßen (Nordumfahrung Herrenberg und Südumfahrung Gültstein).

An den beiden Schulzentren der Stadt wurden die Radabstellanlagen erneuert und überdacht.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Stadt Herrenberg

Radverkehrswegweiser im Bereich der Altstadt

Im Jahr 2013 wurde von dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Zusammenarbeit mit der ADFC-Ortsgruppe Herrenberg und der Stadtverwaltung Herrenberg das Pilotprojekt „Alltagsradwege“ durchgeführt. Auf der Website des ADFC konnten interessierte Radler ihre alltäglich gefahrenen Radrouten eintragen und Kommentare etwa zu Gefahrenstellen oder Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Die von den Nutzern eingetragenen Radrouten sollen Grundlage für die Fortschreibung des Radverkehrsplans aus dem Jahr 2000 sein. Dazu soll im Frühjahr 2014 ein Runder Tisch Radverkehr einberufen werden, an dem Vertreter des Gemeinderates, vom ADFC, von Radsportvereinen, Schulen und Polizei sowie der Verwaltung teilnehmen.

Das Projekt „Radfahrer-Schutzstreifen“ im Bereich des Hauptstraßenverkehrsnetzes der Stadt am Reinhold-Schick-Platz wurde von 2011 bis 2013 durchgeführt. Dem Entwurf der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft aus Aalen wurde nach Durchführung einer Verkehrssimulation und eines Sicherheitsaudits grundsätzlich zugestimmt. Die Ausführung wurde zurückgestellt, bis eine Fahrbahndeckenerneuerung ansteht.

Im Jahr 2014 werden noch weitere Radabstellbügel in der Innenstadt aufgestellt und die seit 2004 vorhandene Radverkehrswegweisung nach dem Standard der ERA ergänzt.

Wie geht es weiter in Herrenberg?

Nach dem vom Gemeinderat am 17.05.2011 beschlossenen „Leitbild Herrenberg 2020“ soll der Radverkehr in Herrenberg verstärkt gefördert werden. Die Erstellung eines neuen Radverkehrskonzeptes wird als Impulsprojekt zur Stadtentwicklung aufgeführt. Die Mittel für den Neubau von Radverkehrsanlagen von bisher 50.000 Euro sollen ab dem Jahr 2015 auf 100.000 Euro pro Jahr erhöht werden. Einschließlich der Mittel für Erneuerungsmaßnahmen würden jährlich ca. 150.000 Euro zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs zur Verfügung stehen.

Nach Auswertung des Projektes Alltagsradwege soll der Radverkehrsplan der Stadt fortgeschrieben werden. Der Runde Tisch Radverkehr soll einmal jährlich tagen und an der Auswahl der im jeweiligen Haushaltsjahr durchzuführenden Maßnahmen mitwirken.

Kontakt

Stadt Herrenberg, Stadtplanungsamt
Marktplatz 1
71083 Herrenberg  

Ansprechpartner: Lisanne Slotboom
Tel.: 07032 924-346
Fax: 07032 924-285
E-Mail: l.slotboom@herrenberg.de

www.herrenberg.de