Stadt Heidelberg

Eckdaten

  • 160.601 Einwohner (Stand: Dezember 2017)
  • Gründungsmitglied der AGFK-BW
  • Anteil des Radverkehrs am Modal Split: 26%

Was wurde bisher umgesetzt?

Foto: Rothe

Radzählanlage an der Ernst-Walz-Brücke

Das bestehende Radwegenetz in Heidelberg umfasst rund 472 Kilometer und wird fortlaufend ausgebaut. Außerdem wurden in der letzten Zeit zehn Fahrradzählanalgen installiert. Diese befinden sich am südlichen und am östlichen Ende der Ernst-Walz-Brücke, in der Plöck, in der Gaisbergstraße, am östlichen und am westlichen Ende der Theodor-Heuss-Brücke, am östlichen und dem westlichen der Rohrbacherstrasse, in der Liebermannstraße und in der Mannheimer Straße. Darüber hinaus sind für 2019 weitere Radzählanlagen geplant.

Einbahnstraßen sind bereits überwiegend für den Fahrradverkehr in Gegenrichtung geöffnet. Etwa 4.500 Fahrradstellplätze an ÖPNV-Stationen und öffentlichen Einrichtungen bieten Platz und Schutz für das Rad - ein weiterer Ausbau wird angestrebt. Dazu kommen zahlreiche Abstellplätze an den Universitätsgebäuden in der Altstadt und auf dem Campus im Neuenheimer Feld.

Zentrale Maßnahmen der letzten Jahre waren:

  • der Auf- und Ausbau des Radverkehrsnetzes
  • die Ausweitung der Fahrradwegweisung inklusive der Verknüpfung mit dem regionalen
  • „Mobilitätskonzept Radverkehr“ und dem überregionalen „RadNETZ Baden-Württemberg“
  • Schaffung neuer und hochwertiger Fahrradabstellanlangen und -plätze, auch im Rahmen von Bike + Ride Anlagen an den S-Bahnhöfen in Heidelberg
  • die Erneuerung der Fahrbahn und die Einrichtung eines Fahrradstreifens in der Sofienstraße
  • die Einrichtung von Fahrradstraßen, beispielsweise in der Fichtestraße und der Franz-Marc-Straße
  • Radwegbeleuchtung im Diebsweg
  • Lückenschlüsse der Fahrradinfrastruktur an der Kurfürsten-Anlage und am Pleikartsförster Hof
  • Ausbau des VRNnextbike-Fahrradvermietsystems

Die Stadt Heidelberg kann zudem auf Erfolge und Prämierungen verweisen:

  • „Sicherheitsaudit“ – 2018 hat die Stadt Heidelberg den Verkehrspräventionspreis (Sonderpreis) des Landes Baden-Württemberg entgegengenommen
  • „#woparkstdudenn?“ – ist in der Kategorie Kommunikation Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2017 vom Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • „Das Rad bewegt die Wirtschaft“ erreicht den 2. Platz in der Kategorie Wirtschaft beim „Jubiläumswettbewerb. Fahrrad. Ideen. Entwickeln.“ des Landes Baden-Württemberg
  • Die Aktion „plus 5 – Minuten, die schützen“ gewinnt den Verkehrspräventionspreis „Gib Acht im Verkehr“ 2014 des Landes Baden-Württemberg
  • Heidelberg ist seit 2012 von Baden-Württemberg als „Fahrradfreundliche Kommune“ zertifiziert

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Foto: Rothe

Radfahrstreifen und aufgeweitetete Aufstellfläche in der Friedrich-Ebert-Anlage

Die Enge des Neckartals und der historischen Altstadt stellen die Radverkehrsplaner vor nicht leicht zu lösende Aufgaben. Bei Straßenerneuerungen, Umbau- und Ausbaumaßnahmen wird grundsätzlich versucht, eigene Wege für den Radverkehr zu schaffen. Wo die Fahrbahnbreiten an bestehenden Straßen es ermöglichen, werden Schutzstreifen für den Radverkehr markiert. Außerdem werden weitere Fahrradstraßen angestrebt.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen wurde und wird an zahlreichen Knotenpunkten die Führung des Radverkehrs verbessert und begradigt. Neue Fußgänger- und Radfahrerbrücken werden geplant, wie zum Beispiel die Gneisenaubrücke zwischen dem neuen Stadtteil Bahnstadt und Bergheim und eine weitere Querung über den Neckar ausdrücklich nur für den Fuß- und Radverkehr. Diese werden kurze Wege und damit Zeitvorteile für das Rad schaffen und so die Attraktivität des Radfahrens erhöhen, besonders für alltägliche Fahrten und berufsbedingtes Pendeln.

Zentrales Anliegen ist die Realisierung eines Radschnellwegs von Heidelberg nach Mannheim und weiter über Ludwigshafen bis Schifferstadt. Die Planung, die Umsetzung und die Finanzierung dieses Radweges werden in Baden-Württemberg vom Land übernommen. Vier weitere Radschnellwege werden zurzeit geprüft. Auch eine Verbesserung des Neckarradweges zwischen Heidelberg und Neckargemünd wird angestrebt. Zudem soll die Radstrecke zwischen Heidelberg und Leimen aufgewertet werden. Darüber hinaus steht die Umgestaltung und Modernisierung des zentral gelegenen Adenauerplatzes an.

Weitere fahrradzentrierte Maßnahmen bestehen in der Förderung von Lastenrädern und in der Ausdehnung des VRNnextbike-Fahrradverleihsystems sowie der Entwicklung einer Radkarte, die einen Stadt- und Routenplan für den städtischen und regionalen Fahrradverkehr darstellt.

Wie geht es weiter?

Animation: KHP – König und Heunisch Planungsgesellschaft

Visualisierung einer neuen Neckarbrücke zur Rad- und Fußgängerquerung

Die Stadt Heidelberg ist bestrebt, die Attraktivität des Radfahrens weiter zu fördern und den bereits hohen Radverkehrsanteil von derzeit 26 Prozent noch zu steigern.

Die zunehmende Verbreitung des E-Bikes bietet die Perspektive, dass auch die Heidelberger Stadtteile in Hanglage, die derzeit einen deutlich unterdurchschnittlichen Radverkehrsanteil haben, künftig zunehmend mit dem Fahrrad erschlossen werden können.

Das bedeutendste Heidelberger Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre ist die Realisierung einer weiteren Neckarbrücke eigens für den Rad- und Fußverkehr. So können die durch den Neckar getrennten südlichen Stadtteile besser mit den nördlichen Bereichen inklusive der universitären Einrichtungen am Campus im Neuenheimer Feld verbunden werden.

Dazu werden Fahrradparkhäuser in der Umgebung des Hauptbahnhofs geplant: „Stadtbalkon“ mit bis zu 1000 Stellplätzen auf der Westseite und Tiefgarage B1/B2 mit ca. 1300 Stellplätzen auf der Südseite.

Kontakt

Heidelberg bekommt vom BMVI den Deutschen Fahrradpreis 2017

Jochen Sandmaier
Stadt Heidelberg
Amt für Verkehrsmanagement
Gaisbergstr. 11
69115 Heidelberg
Telefon: 06221/58-30526 
E-Mail: jochen.sandmaier@heidelberg.de

 

Fahrradfreundliches Heidelberg