Stadt Friedrichshafen

Eckdaten

  • 59.286 Einwohner
  • Gründungsmitglied der AGFK-BW

Was wurde bisher umgesetzt?

Seit im Jahre 1995 der Arbeitskreis Radverkehr gegründet wurde, dem neben der Verwaltung auch Vertreter von ADFC, Polizei und Jugendrat angehören, kann Friedrichshafen auf vielfältige Verbesserungen für den Radverkehr zurückblicken. So wurde mit einem Ideen-Wettbewerb die Bevölkerung aufgefordert, Ideen einzubringen, die auf Machbarkeit geprüft und teilweise auch umgesetzt werden konnten. Aber auch schon zuvor konnte die Stadt ein umfangreiches Radwegenetz vorweisen. Der Bodensee-Radweg verläuft durch Friedrichshafen und bringt somit in der Hauptsaison täglich teilweise mehrere Tausend Radler zusätzlich in die Stadt.

Im Jahr 2000 wurde vom Gemeinderat das vom Schweizer Ing.-Büro Metron erarbeitete Radverkehrskonzept beschlossen, das die Umsetzung von ca. 70 Maßnahmen vorgesehen hat. Mittlerweile konnte eine Vielzahl dieser Maßnahmen umgesetzt werden, doch stehen auch weiterhin noch zahlreiche Maßnahmen an.

In Friedrichshafen wurden in den letzten Jahren zahlreiche Knotenpunkte zu Kreiseln umgebaut, was für Radler, die im Kreis mitgeführt werden, mehr Sicherheit gebracht hat. An Knotenpunkten konnten Annäherungsspuren und vorgelagerte Aufstellflächen markiert werden. Weit verbreitet sind auch Schutzstreifen, die teilweise beidseitig, teils jedoch auch auf beengten Abschnitten nur einseitig oder alternierend angelegt wurden. Außerdem wurden durch Veränderung von bestehenden Querschnittsaufteilungen und entsprechenden Umbau mehrere Radwege und Radfahrstreifen angelegt. Im so genannten Schulquartier wurden Knotenpunkte komplett umgebaut, um das Tempo zu reduzieren und Queren sicherer zu machen.


Für das sichere Abstellen der Fahrräder wurden im Stadtgebiet sowie an den Bahnhaltepunkten zahlreiche überdachte Anlagen mit Anlehnbügeln erstellt. Für bike and ride stehen zusätzlich an mehreren Punkten Fahrradboxen zur Verfügung, die teilweise als Pfandboxen, teilweise aber auch als fest vermietete Boxen gehandhabt werden. Seit 2007 wird bei allen Bauvorhaben die Herstellung und Bereitstellung von Fahrradabstellplätzen durch besondere Richtlinien geregelt.

Als besonderer Punkt (eher eine Frage des Radkomforts und entsprechender PR-Arbeit) sollte auch die Einführung des Ampelgriffes erwähnt werden, der flächendeckend an städtischen Knotenpunkten angebracht wurde, wo es möglich war. Zusammen mit dem Bodenseekreis wurde in den vergangenen Jahren eine kreisweit einheitliche Radwegweisung auf Haupt- und Ergänzungsrouten eingeführt, die auch den viel befahrenen Bodensee-Radweg beinhaltet.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Mit der abschließenden Markierung von Furten (inkl. Rotband) über mehrere Einmündungen konnte gerade eine Großmaßnahme abgeschlossen werden, bei der auf einer Länge von rd. 2 km ein zu schmaler Radweg zu einem breiten kombinierten Geh-/Radweg umgebaut werden konnte.

Auf Grund der aktuellen Haushaltslage musste inzwischen das Budget für die Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen reduziert werden, so dass z. Zt. nur kleinere Maßnahmen umgesetzt werden können. Dazu gehören Ergänzungen von Abstellanlagen sowie kleinere Anpassungsmaßnahmen aber auch erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen. Der Umbau des letzten Knotens im Schulquartier muss noch zurückgestellt werden.

Um die Umsetzung des Radkonzeptes auch in Zeiten schlechter Haushaltslagen weiter betreiben zu können, soll das vorhandene Radverkehrskonzept auf einen aktuellen Stand hin überarbeitet und ggf. auf gut und einfach umsetzbare Maßnahmen reduziert werden. Dabei sollen aber über die bisherigen infrastrukturelle Punkte hinaus auch Maßnahmen und Strategien mit aufgenommen werden, die das Rad fahren in seiner Funktion betreffen. Servicestation, Leihräder bei Firmen, Diensträder aber auch die Berücksichtigung und mögliche Priorisierung bei Reinigung und Winterdienst könnten thematisiert werden.

Wie geht es weiter?

Mit dem Beitritt zur AGFK verspricht sich die Stadt einen weiteren Schub für den Radverkehr, da hierdurch das Thema wieder aktualisiert werden kann. Zusammen mit anderen Städten kann es gelingen, Themen voranzubringen, die ggf. alleine nicht umzusetzen wären, z. B. auch Neuerungen zu testen, die noch nicht in der StVO verankert sind.

Friedrichshafen ist nicht nur aber besonders auch als Stadt der weltgrößten Fahrradmesse Eurobike daran interessiert, den Radverkehrsanteil zu erhöhen, da damit die Lebensqualität weiter gesteigert werden kann. Der Radverkehr stellt im Umweltverbund einen wichtigen Baustein dar. So soll zu der flächendeckend eingeführten Busbeschleunigung auch flächendeckend eine funktionierende und attraktive Radverkehrsinfrastruktur geschaffen werden. Das hier vorhandene und teilweise auch sehr gute Angebot soll weiter ergänzt und verbessert werden.

Langfristig könnte bei Erstellung eines für die nächsten Jahre vorgesehenen Verkehrsentwicklungsplanes das Thema Radverkehr durch die entsprechende Berücksichtigung weiteren Aufwind bekommen.

Kontakt

Stadt Friedrichshafen, Stadtbauamt
Charlottenstraße 12
88045 Friedrichshafen

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Hansjörg Röpnack
Tel.: 07541 / 203-4170
Fax: 07541 / 203-84170
E-Mail: h.roepnack@friedrichshafen.de

http://www.radverkehr.friedrichshafen.de/