Stadt Filderstadt

Eckdaten

  • 46.023 Einwohner (Stand Januar 2018)
  • Gründungsmitglied der AGFK-BW
  • Radverkehrsanteil: 11% bezogen auf den Gesamtverkehr (bezogen auf alle Wege-Etappen)

Was wurde bisher umgesetzt?

Die Stadt Filderstadt betreibt seit vielen Jahren eine intensive Radverkehrsförderung:

  • Seit den 80er-Jahren gezielter Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr
  • Seit Anfang der 90er-Jahre Durchführung von Imagemaßnahmen für ein fahrradfreundliches Klima
  • 1996 – 2000 Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg mit den Schwerpunkten „Mit dem Rad zur Arbeit“, „Mit dem Rad zum Einkauf“ und „Mit dem Rad zur Freizeiteinrichtung“
  • 2001 – 2002 Kooperation mit dem Umwelt- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg beim Schwerpunkt „Mit dem Rad zur S-Bahn“

1. Radverkehrsinfrastruktur

  • Konzeption und Umsetzung eines umfassenden Radwegweisungs-Systems mit Anbindungen an die Nachbarkommunen
  • Stetige Verbesserung der Radrouten durch bauliche Maßnahmen und Entschärfung von Gefahrenstellen
  • Beleuchtung an außerörtlichen Geh- und Radwegen – ausgebaut/ modernisiert und radverkehrsfreundliche Schaltzeiten
  • Ausbau radverkehrsfreundlicher Übergänge an Ortseingängen
  • Zug um Zug Realisierung von Schutzstreifen
  • Errichtung qualitativ hochwertiger Abstellanlagen incl. Fahrradgaragen
  • Pedelecverleihstation im Rahmen von RegioRad Stuttgart
  • Fahrradfreundliche Zugänge zur S-Bahn
  • Öffnung von Einbahnstraßen
  • Kennzeichnung für Radfahrer und Fußgänger durchlässiger Sackgassen
  • Belagsverbesserungen und fahrradfreundliche Bordsteinabsenkungen
  • Radverkehrsaudit zur Benutzungspflicht von Geh- und Radwegen
  • Mitwirkung beim landkreisweiten Radwegweisungskonzept sowie RadNETZ-BW (Realisierung in 2019)

2. Service

  • Durch ein eng verzahntes Aktions- und Marketingpaket ist Alltagsradeln in Filderstadt ein Dauerthema
  • Aktionen „Radnutzung im Alltag“, „Verkehrssicherheit“, „Partnerschaft im Verkehr“ mit Schwerpunkt Landwirtschaft/Radler (viele Radrouten zwischen den Stadtteilen verlaufen auf Feldwegen)
  • Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Imagemaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs unter dem Slogan „Filderstadt fährt Rad“ mit Plakaten, Faltblättern, Pressearbeit, Veranstaltungen, Elternbriefen, projektbezogenen Werbemitteln, etc.
  • Großveranstaltungen zum Erreichen breiter Bevölkerungsschichten (z. B. „Mobil ohne Auto“, „Spaß auf der Gass“, AGFK-Aktionen)
  • Jährlicher Radkalender mit allen geführten Touren und Veranstaltungen im Kalenderjahr
  • aktuelle Informationen in der wöchentlichen Fahrradspalte im Amtsblatt
  • Haltegriffe an Ampelmasten
  • Einsatz eines „Promotionsfahrrads“ (Lastenrad) als fahrbarer Infostand bei Veranstaltungen
  • Vielfältige Themen rund ums Rad, z. B. Radler-Kochbuch „Radfahren, Kochen und Genießen…“ herausgegeben, Teilnahme an Gesundheitstagen
  • Teilnahme am Stadtradeln
  • Patenschaft für Radrouten
  • Jährliches Angebot „Radtour mit dem Oberbürgermeister“
  • Teilnahme an Radsternfahrt nach Stuttgart
  • Teilnahme an AGFK-Aktionsangeboten
  • Zentrale Ansprechpartner für Probleme und Fragen rund ums Rad („radhaus filderstadt“ als Projektbüro der Stadt)
  • „Scherbentelefon“ eingeführt
  • Ganzjährige Teilnahme an der Meldeplattform „RADAR“ des Stadtradelns
  • Vermietung von Fahrradgaragen
  • Erstellung einer Radfahrkarte für den gesamten Filderbereich incl. des Großraums Stuttgart zusammen mit benachbarten Kommunen
  • Radwanderführer mit Tourenvorschlägen quer über die Filder
  • Mitwirkung in der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr Filder
  • Mit Illustrationen Problemfelder thematisieren (z. B. Geisterradler, Partnerschaft Fußgänger/Radfahrer, Radfahrer/Landwirtschaft, Abstand halten)

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

  • Verkehrssicherheitsprojekte wie „Radfahren in der dunklen Jahreszeit“ und „Toter Winkel“
  • Information zum Diebstahlschutz
  • Schulradroutennetz zum Abschluss bringen
  • Aktion „Saubere landwirtschaftliche Wege“ (Verbindungsrouten zwischen den Stadtteilen)
  • Konfliktentschärfung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern
  • Umsetzung landkreisweiten Ausschilderung der Radrouten
  • Aufhebung verpflichtender Geh- und Radwege
  • Fußweg/Radfahrer frei überprüfen (Fortsetzung Radaudit)
  • Z. Teil noch fehlende Schulradwegpläne erstellen
  • Partnerschaftliches Verhalten Fußgänger/Radfahrer
  • Radverkehrskonzept aktualisieren
  • Städtischen Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) zum Abschluss bringen
  • Weiterer Ausbau der Radabstellanlagen mit fahrradfreundlichen Ständern

Wie geht es weiter?

Ziel ist, dass das Fahrrad im Binnenverkehr, zum Einkauf und zur Arbeit verstärkt eingesetzt wird, das Fahrradverleihsystem ausgebaut wird, das Radverkehrskonzept neu aufgestellt wird, der Radverkehrsanteil beim Modal Split steigen wird und den potentiellen Radlern die Angst vor dem Radfahren im Alltag genommen wird. Außerdem soll die Radverkehrsinfrastruktur weiter verbessert werden.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW erwarten wir Unterstützung, insbesondere im Bereich der Kommunikationsmaßnahmen, Erfahrungsaustausch, Beratung und Hilfestellung bei radverkehrsspezifischen Fragen, Interessensvertretung bei Land, Bund und EU sowie anderen Dritten, Bewerbung als „Fahrradfreundliche Kommune“.

Kontakt

Stadt Filderstadt
Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung/radhaus
Uhlbergstraße 33
70794 Filderstadt

Ansprechpartner:
Jürgen Lenz
Tel.: 0711 / 7003-634
Fax: 0711 / 7003-7634
E-Mail: jlenz@filderstadt.de

Filderstadt fährt Fahrrad