Stadt Esslingen am Neckar

Eckdaten

  • ca. 92.629 Einwohner
  • Gründungsmitglied der AGFK-BW

Was wurde bisher umgesetzt?

Die Förderung des Radverkehrs ist mit der Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes im Jahr 1993 erklärtes verkehrspolitisches Ziel der Stadt Esslingen am Neckar. Es wurde in Folge sukzessiv ein Radwegenetz entwickelt, das in einer Radkarte dargestellt ist. Die Karte liegt inzwischen in der 3. Auflage vor und enthält zusätzlich Radroutenvorschläge die zusammen mit dem ADFC und VCD ausgearbeitet wurden. Die Erarbeitung des Wegenetzes erfolgte in einer AG Radverkehr, in der unter Federführung der Stadtverwaltung die örtlichen Radfahrverbände, die Polizei sowie ein Planungsbüro beteiligt waren.

Im Zusammenhang mit der Erstellung der Radkarte wurde ein Maßnahmenkonzept zur Schließung von Netzlücken und Beseitigung von Mängel- und Konfliktpunkten des Radnetzes erarbeitet, das sukzessive umgesetzt wird.

Mit dem Neckartalradweg und dem Hohenzollernradweg durchqueren zwei Fernradwege das Stadtgebiet, die stark vom Touristischen Radverkehr angenommen werden. Insbesondere der Neckartalradweg, der im Stadtgebiet weitgehend entlang des Neckarufers geführt wird, weist für die hohe Frequentierung durch Fußgänger- und Radfahrer teilweise deutlich zu geringe Breitenmaße auf. Durch bauliche Trennung der Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer wurden und werden die hier auftretenden Konflikte entschärft.

Mit dem Neubau einer Brücke für den Fußgänger- und Radverkehr wurden die südlich des Neckars gelegenen Stadtteile direkt an die Altstadt angebunden, so dass hier die Querung stark befahrener Straßen entfällt. Diese Brücke stellt auch die wichtige Verbindung für den Radfernverkehr vom Neckartalradweg zur Innenstadt her. Mit einem neuen Radweg entlang der im Bau befindlichen Südtangente wurde ein erster Teilabschnitt einer innenstadtnahen West-Ost-Tangente für den Radverkehr realisiert, die eine Anbindung an den im Bau befindlichen ZOB und den Bahnhof Esslingen herstellt.

Am Bahnhof wurde eine neue attraktive Radabstellanlage realisiert, in der auch 14 Radboxen integriert sind, die zur Hälfte mit einem Stromanschluss für Pedelecs ausgerüstet werden können.

An sämtlichen neu geplanten oder umgestalteten signalisierten Knotenpunkten wurden für den Radverkehr Grünzeitanforderungen entweder durch gesonderte Schleifen oder Taster vorgesehen. Die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung wurde konsequent durchgeführt. Bei einigen Straßen stehen allerdings noch bauliche Veränderungen an, die angesichts der angespannten Finanzlage derzeit nur schwierig realisiert werden können.

Die Radmitnahmemöglichkeit in Bussen wurde in Esslingen als erster Stadt des Mittleren Neckarraumes Ende 2009 eingeführt. Bislang läuft diese Maßnahme beschwerdefrei und soll gegebenenfalls zeitlich erweitert werden.

Ergänzt werden die genannten Maßnahmen durch regelmäßige Infoveranstaltungen zur Förderung des Radverkehrs insbesondere auch durch die Zusammenarbeit mit den städtischen Schulen.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Mit der Verabschiedung eines 19-Punkte-Programmes hat die Stadt Esslingen ein Förderprogramm für den Radverkehr beschlossen, für das ein eigenes Haushaltsbudget vorgehalten wird. Schwerpunkte der Arbeiten zum Radverkehr liegen derzeit in der Beseitigung von Netzlücken im Radroutennetz sowie die konsequenten Weiterentwicklung einer innenstadtnahen West-Ost-Radachse. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Erweiterung der Radabstellanlagen im Bereich des im Bau befindlichen ZOB sowie der Aufbau eines Radverleihsystemes sein.

Wie geht es weiter?

Mit der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes und einem ehrgeizigen Klimaschutzkonzept, das die CO2 Emissionen bis 2020 um 25% reduzieren möchte, wird die Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs in Esslingen zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.

In diesem Zusammenhang wird in dem 19-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs eine Verdopplung des Radverkehrsanteiles bis zum Zieljahr angestrebt. Ein eigener Schwerpunkt wird hierbei auch die Förderung der Elektromobilität bei Fahrrädern sein, die angesichts der bewegten Topographie des Stadtgebietes in Zukunft voraussichtlich eine hohe  Bedeutung für den Radverkehr in Esslingen erhalten wird.

Kontakt

Stadt Esslingen am Neckar
Stadtplanungs- und Stadtmessungsamt
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar

Ansprechpartner: Dipl. Ing. Ulrich Thäsler
Tel.: 0711 3512 2275
Fax: 0711 3512 552275
E-Mail: ulrich.thaesler@esslingen.de
www.esslingen.de