Stadt Baden-Baden

Eckdaten

  • 53.000 Einwohner
  • Beitritt zur AGFK-BW:01.09.2014
  • Radverkehrsanteil am Modal Split: 5 %

Was wurde bisher umgesetzt?

Aus topografischen (tws. sehr beengten und steilen Verkehrsverhältnissen) wie auch strukturbedingten Gründen (touristisch im gehobenen Bereich agierend) hat der Radverkehr in der Vergangenheit eine geringere Rolle gespielt. Mit Beschluss des Gemeinderates im Rahmen der Strategischen Entwicklungsplanung Baden-Baden 2020 hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität wurden 2011 die Weichen umgelegt. Bereits 2012 wurde ein Klimaschutzkonzept verabschiedet. Im Jahr 2013 wurde ein integriertes Radverkehrskonzept vorgelegt, das der GR im März 2014 verabschiedet hat. Der Antrag auf Aufnahme in die AGfK wurde bewusst erst nach Verabschiedung des Radverkehrskonzeptes gestellt, da ein konzeptionelles Vorgehen gewünscht war. Nun können die vielfältigen Angebote und Erfahrungen der Mitgliedsstädte und der Geschäftsstelle gezielt abgefragt und genutzt werden. Ziel ist eine deutliche Erhöhung des Radverkehrsanteils und ein akzeptiertes Miteinander der Verkehrsarten.  

Umgesetzte Maßnahmen in den letzten Jahren:

Einzelfalllösungen für Problemstellen, Reaktion auf Einzelwünsche, Neuanlage Schutzstreifen in neuralgischer Stadteinfahrt zwischen Festspielhaus und Hindenburgplatz, Anlage zentraler Abstellanlagen in der Innenstadt, Aktion Stadtradeln 2014  

Umfassendes Maßnahmepaket mit Radverkehrskonzept verabschiedet und tws. bereits in der Umsetzung:

Überplanung und Umbau von Ortseinfahrten (Haueneberstein, Oos) und neuralgischen Punkten (Unterführung Bahnhof Oos), Abstellanlage  am Bahnhof Oos optimiert (Beleuchtung / Sicherheit / Zugänglichkeit), Umbau von Straßen mit Neuanlage von Schutzstreifen (Schwarzwaldstraße 3 Bauabschnitte), Konzipierung Befestigung der „Grünen Einfahrt“ (4 Bauabschnitte), Prüfung und Änderung verkehrsrechtlicher Anordnungen zur Befahrbarkeit von Straßen und Wegen.  

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Ziele unseres Konzeptes sind

  • ein positives Fahrradklima zu schaffen,
  • die Akzeptanz der Verkehrsregelungen zu fördern und
  • einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Steigerung der Radnutzung zu erreichen.

Maßnahmen hierzu sind z.B.

  • eine Stärkung der Radnetzes (Schließung von Netzlücken, Beseitigung von Problemstellen, Berücksichtigung der Belange des Radverkehrs bei verkehrlichen Planungs- und  Bauvorhaben, u.a.)             
  • Optimierungen beim Fahrradparken
  • Temporäre Öffnung der Fußgängerzone
  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein zu schärfen,  den Radverkehr auch in beengter Tallage als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer zu akzeptieren             
  • Schaffung neuer Serviceangebote, z.B. Etablierung eines Leihradsystems

Das Bewusstsein, den Radverkehr auch in beengter Tallage als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer zu akzeptieren, erfordert immer wieder Kompromisse. So kann z.B.das gut ausgebaute und erfolgreiche ÖPNV-Angebot mit einem dichten Busnetz in beengter Lage auch zum Konkurrenten werden. Ebenso die Anforderungen der Wirtschaft an einen flüssigen und reibungslosen Verkehrsablauf ohne Einschränkungen durch Radverkehrsanlagen im Straßenraum (z.B. Schutzstreifen).

Wie geht es weiter?

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW: Erfahrungsaustausch, Best Practise Beispiele, Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, Hilfe bei Problemen

Kontakt

Stadt Baden-Baden
Marktplatz 2
76530 Baden-Baden 

Ansprechpartner auf Fachebene
Lisa Poetschki
FG Planen und Bauen
Fahrradbeauftragte
Tel. 07221/93-2556
Fax. 07221/93-2562
Lisa.Poetschki@baden-baden.de

Internet: www.baden-baden.de