29. November 2016 12:00

Natürlich kann ein Helm nicht vor Unfällen schützen. Aber bei einem Sturz über den Lenker dämpft er den Aufprall und vermindert damit die Schwere von Kopfverletzungen. Deswegen gibt die AGFK-BW Tipps, wie man den geeigneten Helm findet und diesen richtig einstellt.

Ein falsch sitzender Helm büßt einen Großteil seiner Schutzfunktion ein, da er im Ernstfall in die Stirn oder den Nacken rutschen kann und den Kopf dann nicht wie gewünscht schützt. Deswegen achten Sie beim Kauf eines Helmes auf folgende Dinge:

  • Ein verstellbarer Kopfring und ein gut anpassbares Gurtsystem sind wichtig, damit der Helm in der Größe verstellbar ist und sicher auf dem Kopf sitzt.
  • Für den Tragekomfort sollte der Helm Belüftungsschlitze haben. Im vorderen Bereich werden diese von einem engmaschigen Netz verschlossen, damit im Fahrtwind keine Insekten auf die Kopfhaut gelangen.
  • Helle, auffallende Farben und reflektierende Aufkleber oder Applikationen auf dem Helm machen Sie im Straßenverkehr sichtbar.
  • Für den Winter gibt es zusätzlich dünne Unterziehmützen mit integrierten Ohrenwärmern, die vor der Kälte schützen und unter jeden Helm passen.
  • Ein Helm sollte nicht mehr als 300 Gramm wiegen, damit das Tragen angenehm ist.

Achten Sie besonders darauf, dass im Helm immer ein Aufkleber von TÜV oder GS-Norm kleben, denn nur gute Helme erhalten diese Prüfsigel. 

Alles eine Frage der Einstellung

Auch beim Einstellen des Helmes sollten Sie ein paar Regeln beherzigen. Hier sind sie:

  • Der verstellbare Kopfring darf weder zu locker, noch zu eng sitzen. Ein einfacher Tipp: Setzen Sie den Helm auf, lassen Sie die Kopfriemen offen und schütteln Sie kräftig Ihren Kopf. Bleibt der Helm auf dem Kopf, stimmt die Größe.
  • Damit der Helm bei einem Sturz nicht sofort vom Kopf rutscht, müssen die Riemen des Helms genau eingestellt werden können. Besonders der vordere Riemen muss flach am Kopf anliegen, damit er sich nicht verfangen und der Helm nicht vom Kopf gezogen werden kann. Die Riemenweichen sollten unterhalb der Ohren platziert werden. Die Riemenlängen sollten ermöglichen, dass man unterhalb des Kinns ein bis zwei fingerbreit Luft hat.
  • Der Verschluss des Helmes wird nicht mittig unterhalb des Kinns platziert, sondern seitlich.
  • Schläfen, Stirn und Hinterkopf sollten durch den Helm abgedeckt werden können.

Den Helm im Schadensfall austauschen

Vor allem bei Kinderhelmen kommt es durch einen oft ruppigen Umgang mit dem Helm zu vielen kleinen Kratzern und Schrammen, die für die Sicherheit aber unerheblich sind. Generell sollte ein Helm – je nach Einsatzintensität – aber nach fünf bis sieben Jahren ausgetauscht werden.

Unbedingt ausgetauscht werden muss ein Helm bei offensichtlichen Schäden und nach einem Sturz auf den Kopf, denn durch den Aufprall entstehen Mikrorisse in der Schale, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Aufgrund dieser Beschädigungen kann der Helm bei einem erneuten Sturz die Aufprallenergie nicht mehr hinreichend durch die Schale absorbieren, so wirkt sie direkt auf den Kopf.

Tu’s aus Liebe – Der Film

Der Film zur Verkehrssicherheitskampagne der AGFK-BW.: Tragen Sie zu einem besseren Miteinander im Straßenverkehr bei und verbreiten Sie den AGFK-Film „Tu’s aus Liebe“ über Ihre Social Media-Kanäle! https://youtu.be/8bPnL5Ns_u8

Bildmaterial

http://www.agfk-bw.de/presse/pressebilder/

Im Album „Tu’s aus Liebe“ finden Sie Illustrationen zu den häufigsten Unfallursachen zwischen Rad- und Autofahrern.

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