17. Januar 2017 15:00

Am 17. Januar luden der Landkreis Lörrach und die AGFK-BW die kreisangehörigen Gemeinden und weitere Radverkehrsinteressierte zu einem Fachseminar rund um das Thema koordinierte Radverkehrsförderung auf verschiedenen Ebenen im Landkreis ein.

„Wir möchten zeigen, wie wichtig die Rolle der Landkreise bei der Radverkehrsförderung ist und dass wir als Landkreis Lörrach uns hier bereits intensiv engagieren“, sagt Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach und Gastgeberin des Fachseminars „Mehr Rad im Kreis“. Besonders begeistert zeigt sich auch der Erste Landesbeamte, Ulrich Hoehler, von der vernetzenden Wirkung der Veranstaltung. „Das AGFK-Fachseminar hat hier vor Ort im Landkreis Lörrach Vertreter aller Ebenen zusammengebracht – vom Verkehrsministerium über die Radverkehrsverantwortlichen der Städte und Gemeinden bis zu den Planern des RadNETZ Baden-Württemberg.“

Judith Schelkle, die das Seminar als Vertreterin des Verkehrsministeriums mit einer Einführung zu den Vorhaben des Landes, RadSTRATEGIE und RadNETZ Baden Württemberg, eröffnete, freute sich über die Gelegenheit, mit den Vertretern des Landkreises und der kreisangehörigen Gemeinden direkt ins Gespräch zu kommen. „Das Engagement der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg trägt entscheidend dazu bei, dass Radverkehrsförderung bei den Bürgerinnen und Bürgern im Land ankommt. Durchgängige Radverkehrsverbindungen, einheitliche Beschilderung und eine gemeinsam gelebte Radkultur sind entscheidend, damit noch mehr Menschen aufs Rad umsatteln. Die Landkreise sind hierbei für uns wichtige Koordinatoren, fachliche Berater und Ansprechpartner“, betont Schelkle.

Die RadSTRATEGIE ist die vom baden-württembergischen Landeskabinett verabschiedete Grundlage für die Radverkehrsförderung der kommenden zehn Jahre. Ein zentraler Bestandteil davon ist das RadNETZ, das Schritt für Schritt für ganz Baden-Württemberg einheitliche, qualitativ hochwertige und durchgängige Radverkehrsverbindungen schafft, die zudem durchgehend beschildert sind. Das RadNETZ verknüpft zahlreiche Kommunen miteinander und wird zusammen mit den Kreisnetzen zu einem flächendeckenden Radverkehrsnetz. Regionale Radverkehrskonzepte, wie das des Landkreises Lörrach, wurden bei den Planungen berücksichtigt. Deren Bedeutung hob auch Peter Gwiasda vom Planungsbüro VIA eG aus Köln bei seinem Vortrag hervor. „Die Landkreise sind es gewohnt, in größeren Zusammenhängen zu denken“, sagte Gwiasda, der das Verkehrsministerium bei der Konzeption und Umsetzung des RadNETZ unterstützt.

Der Landkreis Lörrach ist einer der Aufsteiger-Landkreise bei der Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg. 2013 wurde hier in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis und mit ehrenamtlicher Unterstützung der IG Velo ein Radverkehrskonzept erarbeitet und vom Kreistag beschlossen. Seitdem arbeitet die Radverkehrsbeauftragte Leonie Wiesiollek kontinuierlich an der Umsetzung der Ziele, die das Radverkehrskonzept festlegt. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, dem Regierungspräsidium, dem Verkehrsministerium und weiteren Akteuren. Die erste im ganzen Landkreis erfahrbare Maßnahme ist die Fahrradwegweisung, die ein insgesamt 640 Kilometer langes Radroutennetz sichtbar macht. Das ist beste Öffentlichkeitsarbeit für den Radverkehr im Landkreis, bestätigte auch die Radverkehrsbeauftragte.

Der Landkreis Lörrach ist seit 2013 Mitglied im kommunalen Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) – als einer von aktuell acht Landkreisen im Land.

Weiterführende Informationen:

Mehr Informationen zum Weiterbildungsprogramm der AGFK-BW finden Sie hier: https://www.agfk-bw.de/weiterbildungen/.

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