06. März 2017 09:04

Am 6. März 2017 luden der Landkreis Göppingen und die AGFK-BW die kreisangehörigen Gemeinden des Landkreises und weitere für den Radverkehr wichtige Akteure aus ver-schiedenen Ebenen der Kommunen zu einem Fachseminar rund um das Thema Radverkehrsförderung ein.

Begeistert zeigt sich der Landrat des Landkreises Göppingen und Gastgeber Edgar Wolff von der vernetzenden Wirkung der AGFK-Veranstaltung „Mehr Rad im Kreis“. „Das AGFK-Fachseminar hat hier vor Ort Vertreter aller Ebenen zusammengebracht – vom Verkehrsministerium über das Regierungspräsidium und die Radverkehrsverantwortlichen der Städte und Gemeinden bis zu den Planern des RadNETZ Baden-Württemberg“. Er ergänzt: „Wir möchten zeigen, wie wichtig die Rolle der Landkreise und Kommunen bei der Radverkehrsförderung ist und dass der Landkreis Göppingen mit seinen Städten und Gemeinden sich hier bereits intensiv engagiert“.

Arne Koerdt, der das Seminar als Vertreter des Verkehrsministeriums mit einer Einführung zu den Vorhaben des Landes, RadSTRATEGIE und RadNETZ Baden Württemberg, eröffnete, freute sich über die Gelegenheit, mit den Vertretern des Landkreises und der kreisangehörigen Gemeinden direkt ins Gespräch zu kommen. „Das Engagement der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg trägt entscheidend dazu bei, dass Radverkehrsförderung bei den Bürgerinnen und Bürgern im Land ankommt. Durchgängige Radverkehrsverbindungen, einheitliche Beschilderung und eine gemeinsam gelebte Radkultur sind entscheidend dafür, dass noch mehr Menschen aufs Rad umsatteln. Die Landkreise sind hierbei für uns wichtige Koordinatoren, fachliche Berater und Ansprechpartner“, betont Koerdt.

Die RadSTRATEGIE ist die vom baden-württembergischen Landeskabinett verabschiedete Grundlage für die Radverkehrsförderung bis 2025. Ein zentraler Bestandteil ist das RadNETZ, das Schritt für Schritt für ganz Baden-Württemberg einheitliche, qualitativ hochwertige und durchgängige Radverkehrsverbindungen schafft, die zudem durchgehend beschildert sind. Das RadNETZ verknüpft zahlreiche Kommunen sowie Ballungs- und ländliche Räume miteinander. Zusammen mit den Kreisnetzen entsteht ein flächendeckendes Radverkehrsnetz. Regionale Radverkehrskonzepte, wie das des Landkreises Göppingen, wurden bei den Planungen berücksichtigt. Deren Bedeutung hob auch Peter Gwiasda vom Planungsbüro VIA eG aus Köln bei seinem Vortrag hervor. „Die Landkreise sind es gewohnt, in größeren Zusammenhängen zu denken“, sagte Gwiasda, der das Verkehrsministerium bei der Konzeption und Umsetzung des RadNETZ unterstützt.

Der Landkreis Göppingen erhielt 2014 als erster Landkreis die Landesauszeichnung „Fahrradfreundlicher Landkreis“. Damit würdigt die Prüfkommission des Landesbündnisses ProRad die Bemühungen des Kreises bei der Förderung des Radverkehrs. Basis für diese Auszeichnung ist eine umfassende Radverkehrsförderung mit System. Bestandteile sind etwa der Ausbau der touristischen Radrouten, Informations- und Kommunikationskampagnen rund um das Thema Fahrrad sowie die Radverkehrskonzeption des Landkreises. „Die Anforderungen der Radfahrerinnen und Radfahrer haben sich mit der Zeit verändert. Das Fahrrad wird zunehmend auch für Pendler interessant, die direkte und schnelle Verbindungen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz erwarten. Sogenannte Radschnellverbindungen können diesen Anforderungen gerecht werden und auch wir in Göppingen prüfen, wie wir die vorhandenen Potenziale erschließen können“, betont Marco Schwab, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises.

Der Landkreis Göppingen ist eines der Gründungsmitglieder im kommunalen Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) – als einer von aktuell zehn Landkreisen im Land.

Weiterführende Informationen:

Mehr Informationen zum Weiterbildungsprogramm der AGFK-BW finden Sie hier: https://www.agfk-bw.de/weiterbildungen/.

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