05. April 2017 09:56

Mit dem Ziel den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis 2020 auf 15 % zu steigern, tritt die Stadt Bruchsal im März der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) bei. Von der Mitgliedschaft verspricht Bruchsal sich wertvollen Erfahrungs- und Informationsaustausch mit anderen Kommunen, die den Radverkehr nachhaltig fördern.

„Wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt, nämlich fahrradfreundliche Stadt zu werden“, betont Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. „Um dieses Ziel zu erreichen, investieren wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren insgesamt rund 9,5 Millionen Euro in die Umsetzung unserer Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept“, ergänzt sie anlässlich des Beitritts der Stadt Bruchsal zur AGFK-BW. Vorrangig würden Maßnahmen an wichtigen Radfahrachsen umgesetzt und Lückenschlüsse des Radverkehrsnetzes durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt des Radverkehrskonzeptes ist der Ausbau der Radinfrastruktur an wichtigen ÖPNV-Punkten. Dort soll das Fahrradparken einfacher und sicherer gemacht werden, um Pendlern einen Anreiz zu bieten vom Auto auf nachhaltige Verkehrsmittel umzusteigen. Auch Schulen, öffentliche Einrichtungen und der Einzelhandel sollen zukünftig mehr Abstellanlagen für Fahrräder erhalten. „Wir wollen Bruchsal zu einer Stadt machen, in der man seine Ziele auf dem Rad sicher und schnell erreicht und in der Radfahren einfach Spaß macht“, betont Petzold-Schick.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW und ihr Radverkehrskonzept ist die Stadt Bruchsal ihrem Ziel, „Fahrradfreundliche Kommune“ zu werden, einen ersten Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Service-leistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ als starker Partner zur Seite. Sie schafft eine wertvolle Basis durch entsprechende Vorlagen - nach dem Prinzip „Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen“: Dazu gehören Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen rund ums Thema Radverkehrsförderung, Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustausches durch Fachseminare und der Einsatz für eine gemeinsame und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit ihrer Mitglieder – denn als Team kann man zahlreiche Vorhaben viel schneller realisieren.

Weiterführende Informationen

Zum Mitgliederprofil der Stadt Bruchsal: https://www.agfk-bw.de/verein/stadt-bruchsal/

Zum Interview mit Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick: https://www.agfk-bw.de/blog/news-single/interview-mit-der-bruchsaler-oberbuergermeisterin-cornelia-petzold-schick/vom/5/4/2017/

Die AGFK-BW e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von rund 64 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die nachhaltige Mobilitätserziehung von Kindern und Jugendlichen.

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