05. Dezember 2018 08:46

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) begrüßt die Tuttlingen als neues Mitglied im Netzwerk. Die Stadt hat sich für die Radverkehrsförderung viel vorgenommen: Das Fahrrad soll zukünftig im Alltagsverkehr der Tuttlinger verstärkt genutzt werden.

„Die Zukunft gehört dem Fahrrad“, betont Bürgermeister Michael Beck bei der Aufnahme der Stadt Tuttlingen in die AGFK-BW. „Straßen und Parkplätze sind schon heute voll. Darauf müssen wir mit systematischer Radverkehrsförderung reagieren, denn nur so gelingt die Verkehrswende. Von der Mitgliedschaft in der AGFK-BW verspreche ich mir Austausch und Wissenstransfer – auch für die Förderung des Fußverkehrs“, so Beck weiter.

Die Stadt Tuttlingen liegt direkt am Donau- und Hohenzollernradweg, so dass Radfahren vom Tourismus gut angenommen wird. Doch auch innerstädtisch soll das Radfahren zukünftig im Alltag stattfinden. Ziel der Stadt ist es Pendler, Schüler und Familien aus dem Auto auf das Fahrrad zu bringen. Aktuell ist es so, dass 17.500 Personen in die Stadt einpendeln und 5.500 hinaus – bei einer Einwohnerzahl von 36.000 Personen. Das hohe Verkehrsaufkommen soll durch eine strategische Radverkehrsförderung reduziert werden. Aber auch andere Alternativen zum Auto wie ÖPNV oder Fußverkehr sollen nachhaltig gefördert werden.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW ist die Stadt Tuttlingen ihrem Ziel, „Fahrradfreundliche Kommune“ zu werden, einen Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Service-leistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Doch nicht nur der Beitritt in das Netzwerk der AGFK-BW soll Tuttlingen voran bringen: „Wir bauen nach dem Beschluss aus dem Juli jetzt unser innerstädtisches Radrouten-Netz Stück für Stück aus, schließen Lücken und beseitigen Problemstellen – und hoffen, dass so auch der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr steigt“, so Beck.

Die AGFK-BW e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von über 70 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln.

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