30. November 2018 15:00

2010 gegründet, ist die AGFK-BW heute eine der wichtigsten Stimmen in der Radverkehrspolitik in Baden-Württemberg. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Verein beschlossen, künftig auch Fußverkehrsthemen zu bearbeiten und aktiv zu fördern. Der vor Ort neu gewählte Vorstandsvorsitzende Günter Riemer freut sich auf die Herausforderung, neben dem Radverkehr auch den Fußverkehr in Baden-Württemberg in Zukunft noch erfolgreicher zu machen.

„Seit 2010 fördern wir in der AGFK-BW erfolgreich den Radverkehr. Lassen Sie uns jetzt gemeinsam den nächsten Schritt gehen und auch die formalen Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Fußverkehr künftig Teil der AGFK-Arbeit wird“, forderte Günter Riemer, Erster Bürgermeister der Stadt Kirchheim unter Teck und neuer Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW), die an der Mitgliederversammlung teilnehmenden Landräte und Bürgermeister auf. Mit Erfolg.

Nachdem das Thema Fußverkehr fachlich durch die Arbeitsgruppe Fußverkehr bereits seit 2016 behandelt wird und großen Zuspruch erfährt, wurde nun bei der Mitgliederversammlung die formale Integration inklusive Anpassung der Vereinssatzung beschlossen. Auch die Aufnahmekriterien für zukünftige Mitglieder wurden erweitert. Diese haben zukünftig nicht nur Gremienbeschlüsse zur Förderung des Radverkehrs zu erbringen, sondern auch zum Fußverkehr.

Auch das erste große AGFK-Projekt zum Thema Fußverkehr ist aktuell schon in der Planung. Die AG Fußverkehr wird in Kürze das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ anstoßen, das sich mit dem Thema Schulwegsicherheit beschäftigt. Das Projekt möchte dazu beitragen, dass Schüler – insbesondere Grundschulkinder – ihren Weg zur Schule sicher und gerne zu Fuß zurücklegen. Das Projekt wird zunächst an ausgewählten Grundschulen in AGFK-Kommunen stattfinden und im Anschluss allen interessierten Kommunen und Schulen zur Verfügung gestellt werden – ähnlich wie das erfolgreich verstetigte Projekt „Die SchulRadler“ der AGFK-BW.

Günter Riemer wird die AGFK-BW in diese nächste wichtige Phase führen. „Das Land Baden-Württemberg hat sich hohe Ziele für die Fußverkehrsförderung gesteckt und ist auf die Unterstützung der Städte, Gemeinden und Kreise angewiesen, um diese Ziele zu erreichen. Dabei ist die AGFK-BW ein wichtiger Partner, der die Interessen der Kommunen vertritt und die Mitglieder in ihrer Arbeit vor Ort unterstützt“, betont Riemer. „Ich freue mich, in die großen Fußstapfen von Herrn Obert zu treten und nehme die Herausforderung gerne an“, so Riemer bei der Zepterübergabe auf der Mitgliederversammlung. Michael Obert, Bürgermeister a.D. der Stadt Karlsruhe, verabschiedete sich vor Ort in den Ruhestand.

Als stellvertretende Vorsitzende wurde erneut Beatrice Soltys, Bürgermeisterin der Stadt Fellbach gewählt. Neu im Vorstand sind Monika Neuhöfer-Avdić, Bürgermeisterin der Stadt Lörrach, Oliver Martini, Erster Bürgermeister der Stadt Offenburg, sowie Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg.

AGFK-Mitglieder machen sich für aktive Mobilität stark

Mit über 70 Städten, Gemeinden und Landkreisen bildet die AGFK-BW ein starkes Netzwerk für die Förderung nachhaltiger Mobilität in Baden-Württemberg und als Partnerin des Landes bei der Umsetzung der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg. Acht AGFK-Städte und ein AGFK-Landkreise sind inzwischen als „fahrradfreundlich“ zertifiziert. Das Zertifikat des Landes steht für beste Bedingungen für Radfahrende und ein ständiges Engagement der Kommunen und Kreise zur weiteren Verbesserung der Radverkehrssituation vor Ort. Aktuell freuen sich die Kommunen Heidelberg und Kirchheim u. T. darüber, dass ihr intensiver Einsatz für den Radverkehr mit der Rezertifizierung als „Fahrradfreundliche Kommune“ gewürdigt wurde. Zukünftig soll es AGFK-Mitgliedern auch möglich sein, eine Landesauszeichnung als „Fußgängerfreundliche Kommune“ zu erlangen.

Die AGFK-BW e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von mehr als 70 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren und den Fußverkehr als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Arten der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad oder zum zu Fuß gehen bringen und ihnen die Freude an der aktiven Mobilität zu vermitteln.

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