23. Juni 2016 11:46

Auf dem Workshop Radtourismus in Oedheim im Landkreis Heilbronn ging es darum, wie Radtouristen ticken und wie Gemeinden und Landkreise für die Tourismusförderung am besten zusammenarbeiten.

"Touristische Radrouten sind oft der erste Berührungspunkt mit Radverkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg", betonte Sebastian Lenz von der Geschäftsstelle der AGFK-BW auf dem Workshop Radtourismus in Oedheim am Dienstag, organisiert von der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Heilbronn und der Arbeitsgemeinschaft Kocher-Jagst-Radweg. Er betonte die Rolle des Fahrradtourismus zur Stärkung des ländlichen Raumes und wie von einer Förderung des Radverkehrs, eben auch des Alltags- und Freizeitradelns, verschiedene Wirtschaftszweige wie der Tourismus profitierten.

Radtourismusangebote pflegen und unterhalten

"Radtouristische Infrastruktur und deren regelmäßige Pflege sind Voraussetzung dafür, von Urlaubern als Fahrraddestination wahrgenommen zu werden", so Lenz. "Ein einmal geschaffenes Angebot muss gepflegt und unterhalten werden." Er appellierte an Landkreise und Kommunen, in den Bereichen Radverkehrsförderung und Radtourismus zusammenzuarbeiten. Den Landkreisen komme dabei eine Schlüsselrolle zu, um die Bedeutung und das Handwerkszeug zu vermitteln. Planerische und touristische Belange müssten wechselseitig berücksichtigt werden. Lenz empfahl den Akteuren, sich regelmäßig auszutauschen und in Kontakt zu bleiben.

Was Radurlauber wollen

Die Workshopteilnehmer beschäftigten sich auch mit der Frage, wie Radtouristen ticken und was sie brauchen. Dafür brachte der Workshop Vertreter der Kommunen mit Gastgebern zusammen. Der perfekt asphaltierte Radweg mit optimaler Beschilderung sei erst dann wirklich attraktiv, wenn entsprechende Gastronomie oder Übernachtungsmöglichkeiten am Radweg gebe - und umgekehrt, so Tanja Seegelke von der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land. 

Der Workshop Radtourismus

Vormittags und nachmittags fanden auf dem Workshop in Oedheim zentrale Vorträge für sowohl die Vertreter der Kommunen als auch die Gruppe der Gastgeber und Gastronomen statt. Zwei parallele Vortragsstränge dazwischen richteten sich zum einen an die kommunalen Vertreter mit Fokus auf den Auf- und Ausbau der Infrastruktur, zum anderen an die Touristiker mit Fokus auf Servicequalität. Themen waren unter anderem die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg, Zertifizierungen und E-Fahrradmobilität.

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