13. April 2016 15:10

Reutlingen ist als letzte Großstadt in Baden-Württemberg der AGFK-BW beigetreten. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch verrät wann sie ihr erstes Rad bekommen hat, was Reutlingen sich von der Mitgliedschaft erhofft und warum dem Rad die Zukunft gehört.

Wann haben Sie Ihr erstes Fahrrad bekommen?

Meine Eltern hatten mir aus Angst vor Verkehrsunfällen ein Fahrrad verboten. Als Studentin habe ich mir sofort eines gekauft.

Was für ein Radel-Typ sind Sie?

Über viele Jahre hinweg haben wir am Wochenende im Freundeskreis regelmäßig Fahrradtouren unternommen. Für meinen Mann und mich hat bis zu seiner Erkrankung jedes Jahr eine einwöchige Tour innerhalb Europas dazu gehört.

Jetzt mal ehrlich: Können Sie einen Platten reparieren?

Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht: Es käme auf einen Versuch an.

Welchen Vorteil hat das Rad für Sie im Alltag?

Wir wollen in Reutlingen vermitteln: Das Fahrrad ist auf Kurzstrecken in der Stadt eine echte Alternative (sofern das Wetter mitmacht!). Es ist schnell, flexibel und umweltfreundlich.

Welche besonderen Ereignisse zeichnet die Fahrradgeschichte Ihrer Kommune aus?

Na, dass wir ganz frisch in die AGFK-BW aufgenommen worden sind. Ein besonderes Ereignis für die Beschäftigten unseres Rathauses war übrigens die Anschaffung zweier Dienst-Pedelecs für Fahrten in der Stadt. Wie ich höre, sind die beiden Räder sehr gefragt, und man muss sie schon rechtzeitig reservieren, wenn man zum Zug kommen will.

Eine weitere Besonderheit, auf die wir stolz sind, ist, dass die Firma Bosch ihre ebike-Antriebseinheiten für Pedelecs erfolgreich hier in Reutlingen entwickelt.

Was möchten Sie für die Radfahrer in Ihrer Kommune erreichen? 

Unser erklärtes Ziel ist, dass Radfahren mittelfristig als echte Mobilitätsalternative im Stadtverkehr zu etablieren. Dies setzt unter anderem auch voraus, dass wir im Straßenverkehr rücksichtsvoll und sicher miteinander umgehen.

Was erwarten Sie von der Mitgliedschaft in der AGFK-BW?

Von der Mitgliedschaft in der AGFK-BW erhoffen wir uns Rückenwind für den Radverkehr - vor allem, wenn es um die Wahrnehmung und das Bewusstsein der Bevölkerung geht. Darüber hinaus erarbeiten wir ganz aktuell den Masterplan Radverkehr – ebike-city Reutlingen. Die AGFK-BW steht uns dabei schon beratend zur Seite.

Warum gehört dem Fahrrad die Zukunft?

Das Fahrrad ist nachhaltig! Es produziert keinen Lärm, hat nur einen geringen Flächenverbrauch und ist CO2-neutral.

Radfahren steht für Lebensqualität, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass „mobil sein“ ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft ist und für jeden zugänglich und bezahlbar sein sollte.

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