04. April 2018 11:06

Bürgerbefragung von 4.000 Bürgern startet. 70.000 Fördersumme aus dem Fördertopf der Nationalen Klimaschutzinitiative.

<header>Die AGFK-Kommune Singen will die Verkehrswende in Angriff nehmen und startet zur Bedarfsermittlung eine Bürgerbefragung. Das Büro R+T aus Darmstadt wurde mit einer entsprechenden Befragung beauftragt. In den nächsten Tagen werden 4000 Haushalte dazu angeschrieben. Ziel der Befragung: Auskunft darüber zu bekommen, wie die Singener ihre täglichen Wege zurücklegen. Sie soll zeigen, welche Anteile dabei etwa das Auto, der Bus oder die anderen Verkehrsmittel haben. Dazu werden zudem auch an ausgewählten Tagen Verkehrserhebungen im Stadtgebiet durchgeführt.

70.000 Euro Förderung für die Umsetzung. 

Erklärtes Ziel der Klimaschützer ist es, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. "Wir müssen den Individualverkehr verringern, wenn wir die CO2-Emissionen reduzieren wollen", so Markus Zipf, städtischer Klimaschutzmanager. Zipf wünscht sich, dass immer mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. Entsprechende Maßnahmen im Rahmen des Radverkehrskonzepts tragen zu einem Gelingen bei. Gefördert wird das Vorhaben mit einer Fördersumme von 70.000 Euro aus dem Fördertopf der Nationalen Klimaschutzinitiative. Die Stadt Singen legt weitere 70.000 Euro oben drauf. 

Maßnahmen für eine klimafreundliche Verkehrsmittelwahl.

Dazu gehören bislang unter anderem Initiativen wie das Stadtradeln sowie Servicestellen für die schnelle Fahrradreparatur unterwegs. Im Mobilitätskonzept sollen dann auch Themen wie Fahrradstraßen, verlässliche Taktungen der Buslinien, andere Tarife im öffentlichen Nahverkehr, sichere Fahrradabstellplätze, Carsharing-Modelle und Elektro-Ladestationen, aber auch der für Händler notwendige Lieferverkehr Platz finden. "Wesentliche Aufgabe des Konzeptes ist es, die Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl motivieren.", erklärt der Klimaschutzmanager. 

"Die Menschen machen sich Gedanken." 

"Seit die Feinstaubdiskussion entbrannt ist, bekommen wir immer wieder Anfragen", so Christiane Kaluza-Däschle von der Stabsstelle Umwelt im Rathaus. "Die Menschen machen sich Gedanken über ihre Gesundheit und wollen mehr über das Klima in Singen wissen." Dabei sei das Thema Feinstaub nur ein Aspekt. "Beim Feinstaub liegen die Werte in Singen weit unter dem Grenzwert", erklärt Kaluza-Däschle. Dennoch ist das noch lange kein Grund, sich nicht zu engagieren. Mit ihrem Kollegen arbeitet sie an Möglichkeiten, um das Treibhausgas CO2 in der Stadt zu reduzieren.</header>

In etwa einem Jahr sollte das Konzept vom Gemeinderat beschlossen worden sein. Anschließend könne die Verkehrswende beginnen, sind sich Markus Zipf und Christiane Kaluza-Däschle einig. Dann werde man wissen, welche Angebote die Singener benötigten, um sich klimafreundlicher fortzubewegen.

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