11. März 2018 18:27

In Pforzheim soll nun mit vergleichbar kostengünstigen Maßnahmen die Verkehrssituation für Radfahrer in der Innenstadt verbessert werden.

Pforzheim entwickelt aufgrund der Finanzsituation zeitnah Alternativpläne für die Verbesserung des Radverkehrs. So ist unter anderem die Öffnung von Busspuren für den Radverkehr eine diskutierte Maßnahme. Des Weiteren könnten Markierungen von Fahrradspuren an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Allee / Hohenzollernstraße realisiert werden.

Schwerpunkt Radwege-Hauptnetz.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt hierbei auf dem im Pforzheimer Radverkehrskonzept entwickelten Radwege-Hauptnetz. Bislang ist bereits eine größere Anzahl von Einbahnstraßen für den Radverkehr freigegeben worden. Außerdem sollen Piktogramme den Radfahrern, unter anderem am Altstädter Kirchweg, für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. 

Fahrradparken in der Innenstadt.

Auch das Thema Abstellmöglichkeiten schreitet bereits voran. Zahlreiche Fahrradbügel sind in der Innenstadt hinzugekommen und weitere Bügel sollen folgen. Am Waisenhausplatz soll zudem ein Ladeschrank mit verschließbaren Fächern für E-Bike-Akkus entstehen. Die Gespräche mit den Stadtwerken sind laut Schüssler derzeit im Gange. Zudem soll noch darüber entschieden werden, ob auch an der westlichen Unterführung am Bahnhof eine Radabstellanlage eingerichtet werden kann.

"Wir planen, dort im Bereich des ehemaligen Blumenladens einen Radkäfig mit über hundert sicheren Abstellmöglichkeiten einzurichten", erläutert Bürgermeisterin Schüssler. "Dies wird insbesondere für Pedelecfahrer interessant, da man sein teures E-Bike sicher unterbringen und über die geplante Stromversorgung auch wieder aufladen kann."

Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindung.

Eine Machbarkeitsstudie soll nun auch zeigen, ob eine ca. 22 Kilometer lange Schnellwegverbindung von Pforzheim über Mühlacker bis Vaihingen/Enz möglich wäre.

Stopp der großen Lösung, aber dafür zeitnahe und kostengünstigere Pläne.

"Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation, in der sich Pforzheim derzeit befindet, ist es verständlich, dass der Gemeinderat den Stopp der großen Lösung beschlossen hatte, verbunden mit dem Auftrag, eine günstigere Alternative zu entwickeln", so die Dezernentin zu den neuen Plänen. Weiter: "Wir haben das Büro Modus-Consult aus Karlsruhe beauftragt, eine weitaus einfachere und günstigere Markierungslösung entlang der Westlichen aufzuzeigen."

Der vorgelegte Förderbescheid sah nur eine Förderung von etwa 1,3 Millionen Euro vor, was etwa 30 Prozent der Kosten entsprochen hätte. Derzeit finden dazu intensive Gespräche zwischen Planern, Fachämtern und dem Dezernat statt, damit die Pläne zeitnah umgesetzt werden können. 

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