26. Juni 2018 17:56

Aktionstag Elektromobilität am 30. Juni erleben. Entwicklung einer neuen Strategie bis zum Jahresende.

In Ostfildern sind bereits Bausteine für eine Verkehrsstrategie von morgen gelegt worden. Am Wochenende kann man bei der Eröffnung der E-Mobility-Allee die Elektromobilität erleben.

Bis zum Jahresende soll in der Stadt unter Berücksichtigung der Gegebenheiten und unter Beteiligung von vielen eine Strategie für die Mobilität entwickelt werden – von der Analyse der Ausgangssituation bis zur Formulierung von Zielen.

"Dabei berücksichtigen wir ganz unterschiedliche Handlungsfelder", sagt die Bürgermeisterin Monika Bader, zum Beispiel ökologische Aspekte wie Lärm und Luftschadstoffe, soziale Aspekte wie etwa Barrierefreiheit und wirtschaftliche Gegebenheiten. Ziel ist es, für verschiedene Anspruchsgruppen eine hohe Mobilität zu gewährleisten, Angebote dafür zu machen und dabei negative Verkehrsfolgen zu reduzieren.

Strategie des Verkehrs der Zukunft.

Für eine ganzheitliche Strategie des Verkehrs der Zukunft sind schon verschiedene Bausteine gelegt worden, zum Beispiel im Bereich Radverkehr mit verschiedenen Baumaßnahmen und dem Ausbau von Fahrradabstellplätzen. Mit der Teilnahme am Stadtradeln und der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen soll das Thema weiter vorangetrieben werden.

Auch das Car-Sharing sowie das Angebot eines Jobtickets in der Verwaltung und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit der Stadtbahnlinie und Expressbussen sowie die Erneuerung der Haltestellen sind ebenso ein Baustein im Konzept wie die Optimierung des Fußverkehrs und die Umsetzung des Lärmminderungsplans.

Ein Schwerpunkt in der strategischen Ausrichtung ist die "neue Mobilität", die Elektromobilität. In diesem Bereich hat die Verwaltung auch in Zusammenarbeit mit externen Akteuren viele Entwicklungen angestoßen: In den vergangenen Jahren ist in der Verwaltung eine elektromobile Fahrzeugflotte aufgebaut worden.

Der Bauhof verfügt mittlerweile über sechs Elektrofahrzeuge, mittelfristig soll dort noch ein Transporter angeschafft werden. Im Fachbereich 1 (Bürgerservice) sind zwei Elektrofahrzeuge für die örtliche Polizeibehörde im Einsatz. Bei den Zentralen Diensten im Nellinger Klosterhof wird voraussichtlich in diesem Jahr ein Elektrofahrzeug angeschafft. Neben den Autos sind im Rathaus Ruit zwei Pedelecs sowie ein Elektro-Moped im Einsatz.

Lademöglichkeit.

Wer mit Strom fährt, braucht auch eine Lademöglichkeit. Neben den Ladepunkten für die stadteigenen E-Fahrzeuge stehen im Scharnhauser Park zwei öffentliche Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten. Die öffentlichen Parkplätze und der Strombezug sind aktuell kostenfrei. Das Kooperationsprojekt zwischen den Unternehmen DAT, Elektror, BOS und den Stadtwerken Ostfildern(SWO) ist im Rahmen des Forschungsprojekts "Get-eReady" entstanden. In Nellingen werden von den SWO im Lauf der nächsten Monate weitere zwei öffentliche Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten installiert.

Mit dem Forschungsprojekt "E-Mobility-Allee" wird nun ein weiteres Projekt zur Elektromobilität angestoßen. Die Netze Baden-Württemberg wollen mit dem Versuch in der Belchenstraße in Ruit herausfinden, wie stark das Stromnetz durch viele Ladevorgänge von Elektroautos belastet wird.

Aktionstag am Samstag, 30. Juni. 

Mit einem Aktionstag am Samstag, 30. Juni, eröffnet die Netze BW in Ruit das Projekt "E-Mobility-Allee" in der Belchenstraße. 14.15 Uhr Begrüßung, 14.30 Uhr Projektvorstellung, 15 Uhr Musik, 16 Uhr Podiumsdiskussion unter anderem mit Ministerialdirektor Helmfried Meinel, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Martin Konermann, Geschäftsführer Netze BW, 16.30 Uhr Musik, 18 Uhr Ausklang. Dazu gibt es Informationsstände und ein Kinderprogramm.

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