27. Juni 2018 10:37

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl berichtet im AGFK-Interview, welche Ziele die Stadt Schwetzingen als 70. AGFK-Mitglied mit dem Beitritt zum Netzwerk verfolgt und warum dem Fahrrad die Zukunft gehört.

 

Wann haben Sie Ihr erstes Fahrrad bekommen?

Das war als kleines Kind als ich das Fahrradfahren gelernt habe, noch mit Stützrädern als Hilfe.

Was für ein Radel-Typ sind Sie?

Ich fahre privat ein Trekkingbike, im Urlaub bin ich mit der Familie eher der entspannte Beachbiker.

Jetzt mal ehrlich: Können Sie einen Platten reparieren?

Ja, das habe ich als Jugendlicher und junger Erwachsener immer selbst gemacht. Das Reifenflickset war stets zur Hand, in den 80er Jahren war das Material auch noch nicht so standhaft wie heute, deshalb war Schlauchflicken regelmäßig angesagt, gerade beim Hinterrad mit Schaltung war das recht aufwändig. Heute mache ich das aus Zeitgründen nicht mehr selbst und weiß den Service meines Schwetzinger Radladens sehr zu schätzen.

Welchen Vorteil hat das Rad für Sie im Alltag?

Das Fahrrad ermöglicht ein mit viel Freude verbundenes Fahren innerhalb der Stadt und darüber hinaus. Die Bewegung tut gut, man muss keinen Parkplatz suchen und ist schnell auf kurzen Wegen unterwegs. Für mich ist das Fahrrad in vielen Fällen die erste Wahl, um von A nach B zu kommen.

Welche besonderen Ereignisse zeichnet die Fahrradgeschichte Ihrer Kommune aus? 

Die sicherlich größte Besonderheit ist die Tatsache, dass durch Karl Drais im Jahr 1817 die erste Fahrradfahrt von Mannheim nach Schwetzingen stattfand. Drais kannte den mit Muskelkraft angetriebenen Schwetzinger Gartenwagen von Kurfürst Carl Theodor (heute im Deutschen Museum München), der ihn sicherlich mit zu seiner Erfindung des Laufrads inspiriert hat. Dass Schwetzingen mit am Anfang dieser Erfolgsgeschichte steht, ist vielen Bürger/innen durchaus bewusst.

Was möchten Sie für die Radfahrer in Ihrem Landkreis erreichen? 

Ich möchte den Menschen Lust auf das Fahrrad machen, möglichst viele sollen das Fahrrad nutzen. Deswegen wollen wir eine optimale Infrastruktur für das Fahrrad vorhalten und uns als Fahrradstadt weiterentwickeln. Wir haben schon vieles erreicht, es geht aber mit Sicherheit noch mehr. Wir haben dabei vieles im Blick, von der Öffentlichkeitsarbeit und Motivation über die Radwege, die Abstellplätze und die Fahrradhändler bis hin zu den Leih- und Firmenfahrrädern.

Was erwarten Sie von der Mitgliedschaft in der AGFK-BW?

Wir möchten in Schwetzingen das große Netzwerk der Mitglieder und die fachliche Kompetenz des AGFK-BW nutzen. Zudem bin ich der Meinung, dass wir gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden noch stärker motivieren und agieren können. Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit!

Warum gehört dem Fahrrad die Zukunft?

Nur das Fahrrad bietet diese einzigartige Kombination von nachhaltiger Mobilität, Nutzen und Freude.

 

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