31. März 2014 09:12

Der AGFK-Vorsitzende Michael Obert hat in einem Brief an den neuen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mehr Aufmerksamkeit, Geld und Personal für die Radverkehrsförderung des Bundes gefordert.

Dass der Koalitionsvertrag das Thema Radverkehr berücksichtigt, sei schon mal gut, schreibt der AGFK-Vorsitzende und Karlsruher Bürgermeister Michael Obert in seinem Brief ans Bundesverkehrsministerium. Wichtig sind der AGFK-BW aber vor allem konkrete Maßnahmen und messbare Ziele. Und um die zu erreichen, braucht es Geld und Personal.

Die Bundesregierung sollte beispielsweise den Bau von Radschnellwegen parallel zu viel befahrenen Bundesstraßen und Autobahnen fördern. „Beispiele aus den Niederlanden zeigen, dass Pendler dadurch häufiger aufs Fahrrad anstatt ins Auto steigen und die Straßen entlasten“, erklärt Obert.

Entscheidend für besseren und mehr Radverkehr ist außerdem die Verknüpfung von Fahrrad, Bus und Bahn. Die AGFK-BW wünscht sich deshalb eine einfachere Radmitnahme in Bussen und Bahnen – vor allem im Fernverkehr – und mehr Mobilitätsstationen an Bahnhöfen.

Mehr Platz für Fahrräder und gleichzeitig mehr Verkehrssicherheit für alle würde Tempo 30 in Innenstädten bringen. Der Bund solle es Kommunen rechtlich erleichtern, die Höchstgeschwindigkeit auf Hauptverkehrsstraßen auf 30 km/h zu begrenzen, so Michael Obert. Wenn die Autos langsamer fahren, können Fahrradfahrer entlang der Hauptstraßen geführt werden – eine Chance für zusätzliche sichere Radwege auf engem Verkehrsraum.

Neben Geld für neue Radwege und die Modernisierung alter Radwege sowie rechtlichen Änderungen fordert die AGFK-BW außerdem mehr Kommunikationskampagnen. So müssen Bürgerinnen und Bürger besser darüber informiert werden, was die neue Straßenverkehrsordnung für den Radverkehr bedeutet. Vor allem vielen Autofahrern ist noch nicht klar, dass sie sich die Straße nun oftmals mit Radfahrern teilen. „Es wäre hilfreich, wenn der Bund eine bundesweite Informations- und Bewusstseinskampagne finanzieren würde, die ähnlich viele Menschen erreicht wie früher der ,7. Sinn’ “, erklärt der AGFK-Vorsitzende.

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