26. Juni 2018 16:18

Entscheidung nun konkretisiert. Sulzer Ortschaftsrat verständigt sich auf eine Radverkehrsführung für die Lahrer Straße.

Nachdem Ende Mai zunächst aufgrund des Stimmenpatts (5:5) keine Entscheidung getroffen wurde, geht es in Sachen Sulzer Radverkehrskonzept in Lahr nun voran. Trotz Beschluss war sich der Ortschaftsrat zunächst nicht über Straßenseite und Richtung einig. Die Entscheidung musste deshalb auf Wiedervorlage gelegt werden. An dem grundsätzlichen Plan hat sich, egal in welcher Variante, nichts geändert. Beide Varianten sind sich sehr ähnlich und verfolgen weiterhin die gleiche Grundidee, so Martin Stehr vom Stadtplanungsamt.

Schutzstreifen und Temporeduzierung.

Ortsvorsteher Rolf Mauch stellte zur Diskussion, ob die bisherige Querung der Fahrbahn vom Radweg aus in der Heitergaß beibehalten oder versetzt werden sollte. Rochus Becherer (Freie Wähler) plädierte für eine Beibehaltung. "Von der Stelle aus hat man den bestmöglichen Überblick in beide Richtungen", so Becherer. Darüber hinaus sei eine Temporeduzierung zwischen Heitergaß und Fußgängerampel auf 30 Stundenkilometer vorgesehen. Diese Reduzierung soll im Zuge der Ortsmitten-Umgestaltung erfolgen.

Die zwei Varianten im Vergleich.

Die vorgestellten Varianten weichen kaum voneinander ab. Während Variante eins den durchgängigen Schutzstreifen durch den Ort auf der westlichen Bachseite verfolgt, sieht Variante zwei neben dem westlichen Schutzstreifen einen weiteren sichernden Schutzstreifen auf der Ostseite vor, um den Radfahrern Richtung Lahrer Kern Sicherheit zu bieten. Der Streifen würde zwischen Bach- und Haltestelle Nordendstraße verlaufen. Bei der Umsetzung von Variante eins müssten Radfahrer erst am Ortsausgang (Richtung B3/Sulzer Kreuz) die Seite wechseln, um auf den dort vorhandenen Radweg zu gelangen. 

Parkverhalten muss sich ändern. 

Was sich auf jeden Fall ändern muss, ist das Parkverhalten in der Lahrer Straße, so Fred Snella (SPD). Auf Schutzstreifen dürfe nicht (mehr) geparkt werden, hier sei nur kurzzeitiges Anhalten zum Aussteigen von Passagieren oder zum Be- und Entladen erlaubt. Damit konnte er die Bedenken von Fraktionskollegin Uta Dreyer ausräumen. Dreyer sah in einer möglichen Kollision von Radfahrern und aussteigenden Mitfahrern, sowie geöffneten Autotüren eine Gefahr. Da es keine neuen Diskussionspunkte mehr gab, konnte diesmal eine Entscheidung getroffen werden.

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