03. März 2017 08:50

Freiburger legen fast achtzig Prozent ihrer Wege in der Stadt umweltfreundlich zurück. Radverkehrsanteil liegt bei 34 Prozent.

Rund 1.600 Haushalte mit 3.600 Personen wurden in Freiburg befragt. Anhand eines Wegetagebuchs sammelte das mit der Befragung betraute Institut (Omitrend, Empirische Forschung und Analyse, Leipzig) Informationen zum tatsächlichen Verkehrsverhalten der Personen an Stichtagen im Sommer und Herbst. Die Ergebnisse der Befragung beziehen sich auf die Wege, die in der Stadt begannen und auch endeten, also dem Binnenverkehr der Stadt.

Zielwerte des Verkehrsentwicklungsplans 2020 übertroffen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und beweist, dass die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel sich auszahlt. 79 Prozent aller Wege im Binnenverkehr von Freiburg werden mit einem Verkehrsmittel aus dem Umweltverbund zurückgelegt: 34 Prozent auf dem Rad, 29 Prozent zu Fuß und weitere 16 Prozent mit dem ÖPNV. Seit der letzten Erhebung im Jahr 1999 ist damit der Anteil der Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, deutlich von 32 auf 21 Prozent gesunken.

"Dieser Wert ist für die Stadt aber auch bundesweit Spitze", freut sich Oberbürgermeister Dieter Salomon. "Freiburg ist zurzeit in Deutschland vermutlich die Stadt mit dem geringsten Anteil an Autoverkehr und dem höchsten Anteil des sogenannten Umweltverbundes in der Verkehrsmittelwahl, also Fahrrad, ÖPNV und zu Fuß", erklärte Bürgermeister Pro. Martin Haag. Vergleicht man mit anderen Städten, die für hohe Anteile bei den umweltfreundlichen Verkehrsarten bekanns sind, zeigt sich für Freiburg eine Besonderheit. Hier sind sowohl die Anteile des ÖPNV als auch die Anteile von Fuß- und Radverkehr hoch.

Freiburger Erhebungen gehen weiter

Das gesamte Verkehrsgeschehen auf Freiburg Straßen wird die Verwaltung mit Hilfe eines neuen Verkehrsmodells im zweiten Halbjahr 2017 betrachten. Denn die Freiburger Erhebung ist Teil der Erarbeitung eines neuen rechnergestützten Verkehrsmodells für Freiburg und die Region mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Das Modell dient dazu, auf der Basis einer möglichst realitätsnahen Abbildung des aktuellen Verkehrsgeschehens Prognosen oder Szenarien zur Verkehrsentwicklung darzustellen zu können. Die benötigt man für die Planung von Verkehrsvorhaben wie Stadtbahnen oder Straßenbau oder im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung bei der Flächennutzungsplanung, der verkehrlichen Einbindung von Baugebieten und anderem. Auch können damit Aussagen zu den Umweltauswirkungen der Planungen abgeleitet werden wie zum Beispiel der Kohlendioxidausstoß.

 

 

 

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