01. Februar 2018 12:42

Als einzige Stadt in der Region Stuttgart nimmt Böblingen an der Befragung teil. 1.000 Bürger sollen befragt werden.

Ein Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden untersucht deutschlandweit insgesamt 129 Städte und Gemeinden und befragt 150.000 Bürger zum Thema Mobilität. 

1.000 Städte angeschrieben - 129 nehmen teil.

Böblingen beteiligt sich als einzige Stadt in der Region Stuttgart. 40.000 Euro kostet die Erhebung, aus der die Stadt wichtige Schlüsse ziehen möchte: "Wir erhoffen uns davon detaillierte Informationen für unsere Verkehrsplaner", so Pressesprecher Wolfgang Pfeiffer. Zudem unterstütze die Erhebung die Klimaschutzkonzeption der Stadt. Damit fokussiert die AGFK-Kommune ein wichtiges Thema. Auch die AGFK-BW befasst sich in diesem Jahr verstärkt mit dem Thema "Pendeln" und plant, dazu eine Kommunikationskampagne umzusetzen.

Zufällige Befragung der freiwilligen Haushalte.

Wie bewegen sich die Menschen täglich zur Arbeit?
Wie weit ist es von der Wohnung bis zur nächsten Haltestelle des ÖPNV?
Wie viele Autos oder Fahrräder gibt es in ihrem Haushalt?

Diese und mehr Fragen werden den Böblingern gestellt. Die Teilnehmer werden zufällig ausgewählt und schriftlich informiert. Die freiwillige Umfrage wird dann schriftlich oder telefonisch durchgeführt. Zudem bekommen die Teilnehmer eine kleine Hausaufgabe: Sie sollen einen Tag lang notieren, wie alle Haushaltsmitglieder unterwegs sind.

Seit 20 Jahren alle 5 Jahre eine neue Erhebung - mit erkennbarem Trend.

Der Trend geht weg vom Auto, so Dr.-Ing. Frank Ließke, der das Projekt seit 20 Jahren leitet: "Wir beobachten seit 2008 eine leichte Abnahme des Autoverkehrs und eine leichte Zunahme des Radverkehrs." Gründe dafür seien die Verbreitung des E-Bikes, sowie auch die Konzepte zum Ausbau der Radschnellwege. Junge Menschen unter 30 Jahren fahren laut der Umfrage, vor allem in der Stadt, weniger Auto. Zugenommen habe das Autofahren hingegen bei Senioren, was Ließke mit der demografischen Entwicklung begründet. 

Einfluss auf die deutschlandweite Verkehrssituation.

"Die Menschen werden nicht mehr wie bisher auf überwiegend ein Verkehrsmittel setzen, sondern es je nach Tag und Situation wechseln.", prognostiziert der Professor. Inwieweit sich diese Entwicklungen im Ballungsraum Stuttgart auch bemerkbar machen wird, vermag Ließke nicht zu sagen. 

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