08. Oktober 2018 16:36

Gute Neuigkeiten für einen sichereren Radverkehr: Mit einem Feldversuch zu LKW-Abbiegeassistenten sollen in Baden-Württemberg Erkenntnisse für deren flächendeckende Einführung gewonnen werden.

Rechtsabbiegende Lastkraftwagen verursachen immer wieder Unfälle, da sie Radfahrer und Fußgänger im Toten Winkel übersehen. Abbiegeassistenzsysteme nutzen akustische, optische oder taktile Signale, um die Fahrer rechtzeitig auf Radfahrer aufmerksam zu machen. Das Verkehrsministerium führt deshalb mit dem Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. (VSL) als erstes Bundesland jetzt einen Feldversuch im Realbetrieb durch, bei dem mindestens 500 LKW mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet werden, um dessen Nutzen im städtischen Einsatz zu evaluieren.

Ziel ist eine bundesweite Einführung von Abbiegeassistenten

Das Projekt wird mit 500.000 Euro vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg gefördert. Ziel ist es, durch die Projektergebnisse eine Grundlage für ein bundesweites Förderprogramm zu schaffen, damit Abbiegeassistenten flächendeckend in LKW in Deutschland eingeführt werden. „Bei diesem Projekt sind alle Speditionen in Baden-Württemberg aufgerufen, sich zu beteiligen. Seit Ende Juli wurden bereits rund 200 Nachrüstungen mit dem Abbiegeassistenten durchgeführt,“ so Verkehrsminister Winfried Hermann.

Neuer Blickwinkel: Pilotprojekt bezieht auch Bestandsfahrzeuge mit ein

Die Absicht, Abbiegeassistenzsysteme verpflichtend einzuführen, ist Bestandteil des Koalitionsvertrags. Einige Bundesländer machen sich auch für eine Einführung auf gesamter EU-Ebene stark. Der Baden-Württembergische Feldversuch liefert hierfür nicht nur wertvolle Daten, sondern auch einen wichtigen Impuls, denn: auch ältere LKW werden mit den lebensrettenden Systemen ausgestattet.

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