04. April 2017 13:16

Zukünftig sollen E-Lastenräder für Unternehmen, Körperschaften und gemeinnützige Organisationen mit bis zu € 2.000 pro Fahrzeug gefördert werden.

Um den Einsatz von umweltfreundlichen E-Lastenrädern zu fördern, plant die baden-württembergische Landesregierung im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität ein neues Programm.

Echte Alternative zu Kleintransportern in den Innenstädten

Verkehrsminister Winfried Hermann äußerte sich dazu im Rahmen der Eröffnung des Nationalen Radverkehrskongresses in Mannheim: "Mit der Förderung von E-Lastenrädern wollen wir die erheblichen Potentiale in diesem Bereich heben". E-Lastenräder sind gerade in den Innenstädten auf der letzten Meile eine echte Alternative zu Kleintransportern, die die Luft verpesten und die Straße blockieren. Der Einsatz von Transporträdern gewinnt in der City-Logistik, in Form von privaten Lasten-Rad-Sharings oder in sozialen Projekten immer mehr an Bedeutung." 

Forderungen der AGFK-BW erfüllt

Mit diesen Plänen wird der Regierungsentwurf des Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr im Sinne der AGFK-BW maßgeblich erweitert. Der Entwurf wurde am 18. Mai 2016 beschlossen. Schon damals forderte die AGFK-BW eine Erweiterung um das Thema "Elektrolastenfahrrad"

Erfolgsmodell Elektromobilität

Fast eine halbe Million Pedelecs und E-Bikes fahren immerhin schon heute auf den Straßen Baden-Württembergs. Somit gilt der Bereich Elektromobilität bereits jetzt als Erfolgsmodell. Ein Mehrwert dieses Modells ist die Erschließung neuer Zielgruppen, die ohne "E" nicht mit dem Zweirad unterwegs wären.

Aber auch ein neuer Anwendungsbereich wird dadurch möglich: Per E-Lastenrad sollen laut RadSTRATEGIE bis 2020 5 Prozent der Liefervorgänge der City-Logistik in Großstädten durchgeführt werden.

"Eine nachhaltige Mobilität der Zukunft ist ohne Radverkehr nicht denkbar. Wir möchten, dass mehr Menschen noch häufiger und auf längeren Strecken das Rad nutzen. Wir setzen verstärkt auf innovative Elemente und wollen Baden-Württemberg zum Vorreiter, auch in der Logistik, machen", so Hermann.

E-Lastenräder auf dem Nationalen Radverkehrskongress

Das Thema E-Lastenräder ist auch einer der Schwerpunkte des Nationalen Radverkehrskongresses der gerade in Mannheim stattfindet. Baden-Württemberg ist erstmals Gastgeber des Kongresses. Der fünfte und bisher größte Nationale Radverkehrskongress steht ganz im Zeichen des Jubiläums „200 Jahre Fahrrad“. Der Kongress gibt einen Einblick in die Zukunft des Radverkehrs.

Über die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg:

Baden-Württemberg möchte auf Grundlage der RadSTRATEGIE die Zukunft des Radverkehrs aktiv mitgestalten. Sie ist die strategische und konzeptionelle Grundlage für die Radverkehrsförderung des Bundeslandes. Sie wurde am 12. Januar 2016 vom Kabinett verabschiedet. Die RadSTRATEGIE zum Download finden Sie unter: vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/radstrategie-baden-wuerttemberg/

Über den Nationalen Radverkehrskongress (NRVK):

Der 2009 vom Bundesverkehrsministerium initiierte NRVK ist der wichtigste Fachkongress zum Radverkehr im deutschsprachigen Raum. Er findet alle zwei Jahre in wechselnden Standorten statt und wird gemeinsam mit dem gastgebenden Bundesland und der Gastgeberstadt umgesetzt.

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