09. April 2018 12:47

Programm Radkultur 2018 vorgestellt. Bad Säckingen lädt zum Stadtradeln und zu weiteren Aktionen rund ums Rad ein.

Am Donnerstag stellte Ralf Däubler, Umweltbeauftragter der Stadt Bad Säckingen, das Programm "Radkultur 2018" der Stadt vor. 50.000 Euro erhält die Stadt in den kommenden zwei Jahren vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des großen Radförderprogramms. Zahlreiche Aktionen sollen Bad Säckingen zu einer fahrradfreundlicheren Stadt machen. "Jeder Mensch, der vom motorisierten Verkehr wegkommt, ist ein Gewinn.", so Däubler, der gerne mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad bewegen möchte. 

Stadtradeln auch in 2018.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich Bad Säckingen drei Wochen lang am "Stadtradeln". Christoph Kiermayer von der Initiative Radkultur verrät im Pressetermin den Grund für die exakt 21 Tage: So lang benötigt das menschliche Gehirn, um neue Verhaltensmuster zu festigen. 2017 taten dies 287 Teilnehmer in 31 Teams. Sie radelten in den drei Wochen insgesamt 62.837 Kilometer, was einer Länge von 1,57 Erdumrundungen entspricht. 

Auch in diesem Jahr sollen es wieder möglichst viele Radler werden, die ganz oder zumindest teilweise aufs Rad umsteigen. Bad Säckingen startet die Aktion am 17. Juni mit dem "Slow-Up" und beendet sie am 7. Juli mit dem Badmattenfest. Die Macher des Stadtradelns hoffen, dass möglichst viele Teilnehmer der Aktion das Fahrrad nach diesen drei Wochen als selbstverständliches Verkehrsmittel im Alltag betrachten.

Die Anmeldung ist ab sofort auf der Webseite möglich. "Anmelden können sich auch Einzelpersonen. Wer nicht Teil eines Teams ist, kommt dann in das Team jener, die alleine an dem Wettbewerb teilnehmen", so Ralf Däubler. Ein Team ist ab zwei Radlern zugelassen. 

Fahrrad-Klima-Test soll Auskunft geben.

Das Stadtradeln ist jedoch nicht die einzige Aktion dieser Art. Däubler ist sich dessen bewusst, dass drei Wochen allein nicht zwangsläufig zu einer Veränderung führen müssen und merkt auch die ausbaufähige Infrastruktur für Radler in der Stadt an. Um diese sicherer zu machen, sind alle Radler herzlich eingeladen, sich am Fahrrad-Klima-Test des ADFC zu beteiligen. Im Jahr 2017 schnitt Bad Säckingen mit einer Gesamtnote von 3,8 ab. Damit belegte die Stadt Platz 27 von 65 teilnehmenden Städten ihrer Größenordnung. Zahlen, die Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC, am Donnerstag vorlegte. Damit liegt Bad Säckingen im guten Mittelfeld, wobei aber die Fahrradinfrastruktur noch ausbaufähig ist. 

Finanzierung.

20.000 Euro gab es in 2017 für das kleine Radförderprogramm. Im laufenden und nächsten Jahr wird es insgesamt nochmal 50.000 Euro für das große Radförderprogramm geben. Dafür hatte sich die Stadt erfolgreich beworben. 25.000 Euro Eigenanteil ergänzen die Finanzierung, mit dem Ziel, eine fahrradfreundliche Mobilitätsstruktur zu entwickeln. 

Auch die Werbung dafür soll verstärkt werden, wie z.B. mit der Broschüre "Radfahren ist Bad Säckingen". Diese ist im Rathaus, der Stadtbibliothek, der VHS, in den Gemeindeverwaltungen sowie im Tourismusbüro erhältlich.

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