19. Januar 2017 10:10

Inklusionsthema erstmals bei Landeswettbewerb

Das Landratsamt punktet beim Landeswettbewerb zum Fahrrad-Jubiläum 2017 mit einem besonderen Aktionstag zum Thema Inklusion und Radverkehr.

Der geplante Aktionstag soll Menschen mit Bewegungseinschränkungen, Gleichgewichtsproblemen, Behinderungen, Demenzerscheinungen oder anderen Erkrankungen die Möglichkeit geben, neue Perspektiven durch die Nutzung des Radverkehrs zu entwickeln.

Das Landratsamt reichte zum Jubiläumsjahr des Fahrrads in 2017 ein innovatives Konzept ein und unterstrich damit auch nochmal die Zertifizierung als "Fahrradfreundlicher Landkreis" im Jahr 2014.

Inhalte der Radstrategie des Landes

Das Projekt nimmt Bezug auf die Radstrategie des Landes Baden-Württemberg, die Anfang 2016 verabschiedet wurde. In diesem Konzept wird die Wichtigkeit der sozialen Teilhabe ein eigenes Kapitel gewidmet, das wiederum auch die Möglichkeiten der Mobilität für Menschen mit Behinderungen einschließt.

Zusammenarbeit mit Tourismusförderung

Am 24. September soll der Aktionstag im Rahmen eines Events stattfinden und ist somit Teil des Themenbereichs Tourismus. Damit sowohl die Belange des Alltagsradelns als auch die des Freizeitverkehrs berücksichtigt werden, wird der Aktionstag in enger Zusammenarbeit mit der Tourismusförderung geplant und durchgeführt.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Vorschlag im Ministerium offenbar auf Begeisterung gestoßen ist und wir mit dieser hervorragenden Platzierung zum Zuge gekommen sind“ so Landrat Edgar Wolff zur Entscheidung der Jury.

Sensibler Aspekt der Fahrradförderung

„Mit dem Inklusions-Thema greifen wir einen zunehmend wichtiger werdenden, zugleich aber auch sehr sensiblen Aspekt der Fahrradförderung auf“ ergänzt Jörg-Michael Wienecke, zuständiger Amtsleiter für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur.

Wichtige Förderung für entsprechende Infrastruktur

Der Landkreis Göppingen erhält für den zweiten Platz ein Preisgeld in Höhe von € 2000 und kann darüber hinaus weitere Einzelförderungen im Rahmen des Projekts beantragen. 

Tourismus-Experte Holger Bäuerle ist sich sicher, dass durch die attraktive Umgebung Menschen der gesamten Region angesprochen werden können. Wichtig sei es mit Blick auf die Zielgruppe vor allen Dingen, die entsprechende Infrastruktur für die besonderen Bedürfnisse bereitzustellen. 

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