Fachseminare

"Aus der Praxis, für die Praxis": Das Veranstaltungs-Konzept

Wer kennt das nicht: Die Fortbildungsveranstaltung liefert sehr viel fachlichen Input. Man lauscht den Vorträgen, irgendwann fragt einer, ob die Vorträge denn alle dokumentiert werden, damit man zu Hause noch mal nachlesen könne. Ein Signal, dass man die Fülle des Stoffes aktuell nicht verarbeiten kann. Dann ist Kaffeepause.

Sofort bilden sich Grüppchen, engagierte Diskussionen beginnen: „Wie macht ihr das denn? Genau das Problem hatten wir kürzlich auch. Wie kommt ihr eigentlich mit dem Büro klar? Wir haben uns das vom Bund fördern lassen....“ Wenn’s spannend wird, trommelt der Moderator. Weiter im Programm. Nach der Mittagspause nicken einzelne weg.

Unser Ziel mit der „Praxis für Praxis“-Veranstaltung ist es, die Kaffeepause zum zentralen Element zu machen. Der Vorteil ist, dass man in relativ kurzer Zeit ein Thema aus unterschiedlicher Perspektive in lockerer Runde diskutieren kann. Man ist nicht zum Zuhören verdammt sondern darf und soll sich aktiv mit den anderen Teilnehmern und Experten austauschen. Der Mehrwert der Gemeinschaft ist, dass man in einer offenen Atmosphäre voneinander lernen kann.

Ziel der „Praxis für Praxis“-Reihe ist es also, voneinander zu lernen, in Diskussionen die Partner aus anderen Kommunen kennen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen, über die kurze Kaffeepause hinaus.

Dadurch entsteht eine starke Gemeinschaft, Vertrauen, persönliche Kontakte und in mittlerer Sicht vielleicht auch ein „Handbuch der guten Ideen“.

Fachseminar "Mit Sicherheit mehr Radverkehr"

Um den Radverkehrsanteil weiter zu steigern, braucht Baden-Württemberg unter anderem eine flächendeckend sichere Radverkehrsinfrastruktur. Das zweite Fachseminar 2015 der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) beschäftigt sich damit, wie dies vor Ort erreicht werden kann.

Verkehrssicherheitsexperten werden auf dem Fachseminar in das Thema einführen, über wissenschaftliche Erkenntnisse referieren und Ihnen umfangreiches Basiswissen für Ihre Arbeit vor Ort mit auf den Weg geben. Weitere Vorträge ermöglichen es Ihnen, Maßnahmen und gute Beispiele aus den Bereichen Infrastruktur, Prävention und Kommunikation kennenzulernen, die für mehr Sicherheit für Radfahrern sorgen. Ferner laden wir Sie herzlich dazu ein, in den Erfahrungsaustausch mit den Experten und Teilnehmenden zu treten. 

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Verantwortliche und Fachleute aus Kommunalverwaltungen, Kreisverwaltung und Landesverwaltungen. Die Teilnahmegebühren betragen 50 €; für jeweils einen Vertreter der AGFK-Kommunen ist die Teilnahme kostenfrei.

Datum: Dienstag, 08.12.15, ca. 10:00 - 16:30 Uhr
Anmeldung: ab Mitte September
Ort: Rathaus, Gemeinderatssaal
Marktplatz 2
76530 Baden-Baden

Kinder aufs Rad! Ideen - Werkzeuge - Praxiserfahrung

Die heutige Generation der Kinder- und Jugendlichen wird den zukünftigen Modal-Split unserer Kommunen maßgeblich prägen. Welchen Stellenwert das Rad in der Mobilität von morgen spielen wird, hängt davon ab, ob wir es heute schaffen, die Kinder vom Radfahren zu begeistern und sie aufs Rad zu bringen. Konkrete Ideen dazu gibt es unter anderem direkt vor der Tür, in Baden-Württemberg.

Das erste Fachseminar der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) im neuen Jahr beschäftigte sich mit dem Thema Radverkehrsförderung bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Das Seminar bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, wegweisende und praxiserprobte Ideen und Projekte kennenzulernen, die Kinder und Jugendliche sicher aufs Rad bringen. Außerdem ermöglichte es den direkten Austausch mit Akteuren und Experten. Es richtete sich an Fachleute aus Verwaltungen sowie Akteure und Multiplikatoren der Radverkehrsförderung, der Verkehrserziehung und Mobilitätspädagogik.

Zu Beginn des Seminars schilderte Prof. Bernhard Meyer in seinem Impulsvortrag, wie es gelingen kann, schon heute dafür zu sorgen, dass morgen mehr Radfahrer auf den Straßen sind. Von großer Bedeutung seien dabei attraktiv gestaltete öffentliche Räume, die Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer Gestaltung und Aufenthaltsqualität zur Nutzung des Fahrrads oder der eigenen Füße motivieren. Wie dies konkret aussehen kann, zeigte er an verschiedenen Fallbeispielen.

Das Programm und die Vorträge

Sie möchten noch einmal etwas nachlesen? Die Präsentationen der weiteren Referenten und der Programmflyer stehen hier zum Download zur Verfügung.

Die Schlüsselrolle der Landkreise bei der Radverkehrsförderung

Am 16. September fand das Fachseminar zur Schlüsselrolle der Landkreise bei der Radverkehrsörderung im fahrradfreundlichen Landkreis Göppingen statt. Die Veranstaltung befasste sich mit Radverkehrsförderung auf Kreisebene, der Zusammenarbeit zwischen Kreis und Gemeinden und der Schlüsselrolle, die Landkreise in der Verknüpfung verschiedener Akteure einnehmen können.
 
Ziel der Veranstaltung war es, eine engere Vernetzung zwischen den Landkreisen in Baden-Württemberg herzustellen, die Fahrradförderung als wichtigen Bestandteil ihrer Aufgaben begreifen. Im Zentrum standen die Weitergabe von Erfahrungen, Tricks und Organisationsverfahren bei der Umsetzung erfolgreicher Radverkehrsförderung sowie das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Übertragbarkeit der Erfahrungen. 
 
Die Mitgliedslandkreise der AGFK-BW stellten dazu ihre Erfahrungen und guten Beispiele vor.

Fachseminare zum Thema Infrastruktur

Anlässlich der Fertigstellung des Gutachtens zum Modellprojekt Schutzstreifen fanden im Dezember 2013 in Stuttgart und im April 2014 zwei Fachseminare mit dem Titel „Schutzstreifen – Sicherheitsgewinn oder Notlösung“ statt. Der zweite Termin wurde aufgrund der hohen Nachfrage angeboten. Weitere Informationen zum Inhalt entnehmen Sie bitte dem Informationsflyer, die Präsentationen finden Sie rechts zum herunterladen.

Fachseminar zur Neufassung der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen

Anlässlich der Neufassung der ERA 2010 fand am 06.07.2011 ein Fachseminar zu diesem Thema in Esslingen statt. Die Referenten waren:

  • Dipl.-Ing. Dankmar Alrutz (Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV), Hannover): Einsatzbereiche und Ausbildungsanforderungen von Radverkehrsführungen gemäß ERA
  • Peter Gwiasda (Planungsbüro VIA eG, Köln): ERA 2010: Sichere Führung der Radfahrer an Knotenpunkten
  • Gerhard Scholl (Oberste Straßenverkehrsbehörde im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg): Die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) - Konsequenzen für den Radverkehr